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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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B. Geräth. Abendland im Allgem. Kirchenger. (Gefässe 13001400). 419

^gliederten! rundem oder abgekantetem Stabwerk, zuweilen, so vor-wiegend an den Charnieren, mit Hinzufügung von Blättchen, Rankener auc 'l*, dem Zweck gemäss behandelten, Thierköpfen, Figürchen u. a. m.Die Räuc her gefässe wurden, wie dies ja ihre Bestimmung über-la «pt bedingte, fortgesetzt ausschliesslich von Metall, von Silber, Kupfer,s Pater auch wohl von Messing und Eisen, mit oder ohne 'Vergoldung,»gefertigt, und stets mit den zum Durchzug des Rauchs erforderlichene nun {j0n versehen. Von den ihnen seit Alters zuertheilten Formen°» vielfach zu Schnörkelwerk durchbrochenen Kugeln mit mancherlei»gürlicher Zuthat (Fig. 26) und von mehr oder minder durchgebildetenlnv erken, gab man nunmehr den letzteren in bei weit überwiegendema asse den Vorzug. Wie man hierbei stets dem jeweilig herrschenden^»Igt war ) tliat man dies auch ferner, wodurch sich denn mitGe Zllne ^ unen den Fülle baulicher Zierformen auch vor allem an diesenassen ein ungemeiner Reichthum derselben, nicht selten in höchsttierischer Zusammenordnung zum Ganzen entfaltete. Die dafür schonz »tneist beliebte Nachbildung von Thürmen und zwar von einem Mittel-rri _^ rrn n »t darum regelmässig vertheilten kleineren Eckthürmen, behielt» wohl im Ganzen vorwiegend bei, doch bildete man dies jetzt zu-tuend häufiger durch Ein- und Anfügung von Giebelwänden, Strebe-v on 6lIlj ^^»rmclien, Fialen- und Nischenwerk, kleinen Figürchen, und^» Rosetten- und .Schnörkelwerk in durchbrochener Arbeit, auf dasjv. ail nigfachste weiter aus. Auch die nur einfach zu beschaffenden Ge-ke der Art blieben nun davon nicht unberührt. Sei es dass man sieC a ^ Ss z » erkerartig nebeneinander geordneten Giebelwänden oder zu mehr-' Sl °h übereinander erhebendem spitzbogig gegliedertem Flächenwerkso .f tete > tt»merhin blieb man bemüht sich auch darin, zugleich mit be-üch Crei ^' ic ^ csic ^ t a »f die Vertheilung der Durchzugsöffnungen, mög-»al^ künstlerisch z » bethätigen. Und liess man bei allendem doch nie- S ^ e » Gebrauchszweck ausser Acht, sondern wusste es diesem mitder SSeni ^ csc ^» c ^ unterzuordnen und sowohl jeder der beiden Hälften,De / lllteien °d er dem eigentlichen Gefässe und der oberen oder demv . I eD auch den Schwengketten, welche sie gewöhnlich mit einander»den, ih rc einmal nothwendige Beschaffenheit zu bewahren.ra le ^uns tränze, die überhaupt erst um den Beginn dieses Zeit-e Dva um 1330, eingeführt ward, unterwarf man, ganz dem herr-zie n 611 ^eschmacke gemäss, gleich von vornherein der baulichen Ver-Sch UnSSf0rm llau P tschlich. Sie, dazu bestimmt die geweihte Hostie zurkalter * U Stellcn bedurfte hierfür eines ihrer Heiligkeit würdigen Be-wied S Ün< ^ zur bequemeren Handhabung des Priesters, eines auchn ün C , rut>1 dementsprechenden, handlichen Fusses. Diesen gestaltete man»fehgängiger ganz ähnlich wie die Füsse der Kelche und anderer