B. Geräth, Abendland im Allgera. Kirchenger. (Gefässe 1300—1400). 421
Ochsten Gestaltungen ersonnen waren, bildete man nunmehr, unterertl Einflüsse der jetzt vorwiegenden Geschmacksrichtung, zum Theilse lbst in engerem Anschluss an jene, zu einem Formenreichthum aus,
(er s 'eh jeder Einzelbeschreibung entzieht. Man verwendete dazu nachVor alle nur möglichen Stoffe, Gold, Silber, Kupfer, Elfenbein, mehr°der minder kostbares Gestein, Krystall, Glas und wohl auch Holz, und’krer besonderen Ausstattung jedes der auch sonst geübten künst-‘chen Verzierungsmitte]. Dies Alles indessen betraf, ganz ähnlich wieei den Monstranzen, wesentlich nur den Schmuek des eigentlichene 'alters, das man, namentlich wenn aus Glas oder Krystall, nicht seltenan sich sogar ziemlich einfach, zuweilen eben nur in Gestalt einer völligU! »den oder abgeplatteten Kugel oder auch, und zwar am häufigsten,° mes Zylinders oder Bechers beschaffte. Nur noch zuweilen bildete manauc h dies, und dann auch wohl ohne Verwendung baulicher Zierrathen,
Se ^ständiger aus, pflegte es aber doch mindestens durch künstlichereMetallene Einfassungen u. s. w. dem herrschenden Geschmacke anzu-P a »sen. Zu den jetzt ausnahmsfälligeren Formen gehörten die vonThieren,namentlich Vögeln (Tauben), dabei denn das Gefäss als Bauch erschien,
! die von Kreuzen, wo jenes in Verbindung mit mehreren ihm ähn-gestalteten Krystallen oder farbigen Steinen für den mittleren odereretl (Schenkel-) Theil benutzt war. Diese Kreuze erhielten, ausser^ a ncherlei ihre Theile verbindenden Fassungen, wohl auch einen Fuss,der Weise der Kelchfüsse u. a. behandelt. Ueblicher dagegene s die Gefässe (mehrflächig oder walzenförmig) durch theilweiseKleidung mit architektonisch gegliedertem und durchbrochenem Metall-g. 6rli völlig nach Art kleiner gegiebelter Truhen zu fertigen und durcha ulchen oder mehrere Figürclien, gewöhnlich von Priestern oder vone digen ; als Trägern, zu unterstützen. Auch fuhr man fort, obschon^ er ade hierin in abnehmendem Maasse, die Behälter ausschliesslich, ohneIj^tiges besonderes Beiwerk, theils zu Einzelfiguren, theils je nach denjjt errest en, für die sie bestimmt waren, zu Körperteilen, als Köpfen,ar 'deri, Füssen u. dergl. auszuarbeiten. Da wo es galt mehrere Reli-ng.' 1 '® zu bereinigen, geschah auch dies fernerhin gelegentlich auf einereck - Verz * erten ) schüsselförmigen Scheibe oder auf einer vier- und melir-Tafel, dabei man dieser und jener jetzt aber häufiger, zu senk-2lj C * er Aufstellung, entweder einen eigens reich verzierten Fuss oder,e ^ e,t Seiten je eine Figur, etwa einen stehenden oder kniendenAu S a ’ nebst zierlich em Standboden hinzufügte. In bei weit grössterin* 18 - elmun S indessen bestrebte man sich nun die Gefässe durchgängigerk ei ^ e "tlich baukünstlerischer Weise nuszustatten. Die hauptsächlichstedu die man dafür, und zwar vorzugsweise bei Benutzung
Unsichtiger, gläserner oder krystallner Behältnisse innchielt, war die