442 I* Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrh.
kirchlichen Möbeln überhaupt äusserte, lässt sich bei dem Mangel annäheren Zeugnissen dafür allerdings nicht wohl sagen. Vorauszusetzenindessen ist, dass man sich darin auch bei ihnen, ganz ähnlich wie beiden vorerwähnten häuslichen Geschirren, sowohl im Ganzen als Einzelnenfrei bewegte. Erhalten sind von derartigen Geräthen aus diesem Zeit-raum hauptsächlich nur verschiedene truhenartige Kästchen, undausser wenigen anderen doch unerheblicheren Metallarbcitcn, als Schlüsseln!Beschlägen u. dergl., einzelne metallne Lichterständer zum Thcivon wunderlicher Gestalt. Die Kästchen, bei unterschiedlicher Grösse,gewöhnlich länglich viereckig mit flachem, seltner mit giebelförmig emoder halbrund erhobenem Deckel, bestehen durchgängig aus Knochen,Elfenbein oder Holz, sämmtliche Flächen entweder in Schnitzerei oder,wenn von Holz, zuweilen auch nur mit Sammt überzogen oder (auf einerUmkleidung von Pergament oder gepresstem Leder), in farbiger Maler^mit Darstellungen rein weltlichen Bezuges geschmückt (Fig. 186 ; Fi<J-1°*'’
Fiti. 186.
lHy. 187.
■
ifej m
'«
die Licht er Ständer bilden zumeist theils ein vier- oder mehrseitig ’massives oder durchbrochenes ringsum verziertes Untergestell, i nnl ‘zum Aufstecken des Lichtes, mit einem langen spitzigen Dorn verse ^tlieils eine auf einem vierfüssigen Gestell stehende männliche Figur
durchaus zeitüblicher Bekleidung mit seitwärts erhobenen Armen,jeder eine verzierte Scheibe mit der Kerzentülle trägt. Die Inve
deren
turie"