B. Geräth. Abendland im Allgem. Hausger. (Möbel 1300—1400). 443
aus dieser Zeit erwähnen Leuchter von Gold, von Silber, von Silber ver-goldet und emaillirt; so auch, unter nocli anderen Formen, einmal (um1380) „sechs silberne Leuchter, je in der Weise eines auf einer grüneniaillirten Platte ruhenden Elephanten mit einer kleinen Burg auf demRücken.“ —
Unter den Sitzen blieben selbstverständlich die Thronsesselnebst Zubehör und die besonderen Ehrensessel, deren Benützung' nan sich für festliche Vorkommnisse und, als Auszeichnung, hochge-stellten Gästen vorbehielt, Hauptgegenstände reicherer Durchbildung,.
ie eigentlichen Thron- oder Herrschersitze erhielten noch fort-dauernd zumeist, im engeren Anschlüsse an ihre anfängliche Beschaffen-ote, entweder die Gestalt eines länglich viereckigen Kastens mit gerad-aufsteigenden lehnenartigen Eckpfeilern theils mit, theils ohne Querver-atl d, oder die eines sägebockartigen Stuhls. Diese Stühle pflegte manNunmehr jedoch zunehmend seltener zum Zusammenlegen einzurichtenteud mit geraden Füssen zu fertigen, sondern, in sich unbeweglich, mitgebogenen Füssen und Lehnen herzustellen (vergl. Fig. 184 b ). Auchuien fortan überhaupt die kastenartigen Throngestelle noch immer mehrUusser Gebrauch und, anstatt solcher Stühle, auch andersgeformte Lehn-s sel in Anwendung. Nächstdem aber fuhr man ziemlich gleichmässigr t> sowohl jene Gestelle als auch die Stühle durch einen ein- oder^ ustufigen Unterbau zu erhöhen, mit Fusskissen öder Fussbänkchen° r und mit einem sogenannten Thronhimmel darüber auszustatten,^etzterer erhob sich als eine senkrechtaufsteigende Wand mit darana gerecht befestigtem viereckigem flachem Vordach hinter dem Sitzeu Weder vom Boden aus oder bildete, so namentlich bei den kasten-'gen Gesässen, die unmittelbare Fortsetzung der Rückenlehne. Nur^Usnahmsweise fügte man dem Dach (rechts und links) Seitenvorhängeuzu, welche Anordnung man einstweilen noch durchgängiger den bischöf-)en Sätzen überliess. In allen Fällen wurde das Glanze stets sehrnstvoli und kostbar behandelt. Allein schon die Herstellung der Ge-p SS ° beanspruchte die verschiedensten Zweige des Kunsthandwerks.
®rtigt e man g j e ^ w j e wo ]j] zuni eist geschah, von Holz, ,so wurden sieg ) S ^ esc buitzt, bemalt, vergoldet, mit Elfenbein und anderen Stoffen aus-’ ai, ch stellenweis mit goldenen oder silbervergoldeten Zierrathen,b rt ^ ar ^ J ® en Emaillen, gelegentlich auch selbst mit Steinen und Perlen^n^* ’ ^ esc ^ la ^ e man s ’ e , wie wohl zuweilen die eigentlichen Stühle,^ e tal], dazu man am häufigsten Bronze wählte, so wurden sie aufsj, 0c ^ s ^' e bste geformt, ciselirt und nicht minder mit den nun auch dafürtean S ° nS * ^eigneten Verzierungsmitteln geschmückt. Bei allendem liebteUnd CS nac ^ w ' e vor 8 ' e theils an den Lehnen, theils an den äusserstenn des Sitzes oder auch am Fussgestell mit Köpfen oder ganzen