B- Geräth. Abendland im Allgem. Kirclienger. (Möbel 1400—1500). 463
m ‘t dem zierlichsten Maasswerk bedeckte (Fig. 189), als auch des ver-schiedenen Beleuchtungsgeräths. Von letzterem, das man nach' Vle vor aus Bronze oder Schmiedeeisen, doch zum Theil immer umfang-reicher und prunkender verfertigte,Fig. 189. gab man nunmehr den „Hänge-
kronen“, neben ihrer seitherigenreifenförmigen Anordnung, die Ge-stalt eines kugeligen oder langgezo-genen, verschieden profilirten Mittel-knaufs mit ringsherum vertheiltenArmleuchtern; diese gewöhnlich weit-ausladend, geschwungen und vondurchbrochener oder freier Laubwerk-Arbeit ; der Knauf zuweilen mit einerrund behandelten Figur, der heiligenJungfrau u. A., bekrönt; auch in^ einzelnen Fällen diese Figur oder
s ganze Mittelgestell von schlankem, meist ebenfalls verziertem Stab-^erk gleichsam gitterartig umgeben. Bei den Altarleuchtern, derene man immer häufiger bis zu zwei Fuss steigerte, fuhr man zwarmeinigHch fort die Standplatte, drei- oder vierseitig, mit verschlungenenanzlichen und thierischen Gebilden, den Schaft mit übereinander an-^ r mieten runden oder mehreckigen Knäufen und den Lichtteller rings-crum mit zinnenartiger Bekrönung zu schmücken, doch auch dies AllesI Um so viel reicher; gleichwie man denn nun auch die Trage-buchter, deren man sich bei Umgängen bediente, die Laternen unda udleuchter oft zu den üppigsten Ziergestalten ausschmiedete.
An den kirchlichen Geräthen, die mindestens mehrentheils in un-j- e barer Beziehung zum Gebäude selber standen, wie den Altären,än ailZe ^ n ’ Bischofssitzen, Chorstühlen, Schränken u. s. w.,Und ? S * C ^ ^' e neue Richtung vorzugsweise in fortdauernder BereicherungBolz eimann igiachung bildnerischen Zierraths und, sofern man sie vonlieh Ve B er tigte, ausserdem in zunehmend weitergreifender und künst-}, 6re ^ Verwendung der eingelegten Arbeit oder „Intarsia.“ Dies Letzterein v Schlich in Italien 1 , wo nunmehr diese Verzierungsweise zugleicher hindung mit der Schnitzerei unter den Händen ausgezeichnetergrög f 61 ^ lre höchste Vollendung erreichte. Man stellte durch sie in1on S 6r ^ e * n ^ ie ' t ^ er Form und, bei farbiger Behandlung, auch selbst derC 0 n ^.’ nic ht nur die verschiedensten Ornamente, sondern auch figürlichePositionen, Ansichten von Baulichkeiten, Blumen, Früchte u
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