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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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468 I* ® as Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrb.

Aufgaben, zu noch vielseitigerer Formenbildung. Die Gegenstände ansich blieben zwar im Ganzen die seitherigen, wenigstens war das, wasman etwa dazu erfand, von keiner rückwirkenden Bedeutung; doch be-F . i9i schränkte man sich bei ihnen nun

19 ’ ' nicht darauf, sie nur decorativ in

noch Weiterem zu bereichern, son-dem suchte ihnen durch fortgesetztumfassendere und künstlichere Co®-binationen verschiedenartigster phan-tastischer oder dem Leben entnom-mener Darstellungen auch inhaltlichzunehmend grösseren Werth zu ver-leihen. — Die Gefässe, sowie dieTafelgeräthe überhaupt, daranman sich, als zumeist geeignet dafür»ja auch schon nach dieser Seite hinbethätigt hatte, wurden jetzt de®vorzüglich unterworfen. Ihre Her-stellung verblieb einstweilen nochwesentlich Sache der Metallarbeiter»mithin, wo es auf Prunk abgesehenwar, der Gold- und Silberschniiede-Denn da die Verbreitung künstlicherergläserner' Gefässe, so wenigstensin den ausseritalischen Landen, über-haupt erst gegen Ende dieses Zeit-raums begann, und auch die Erfin-dung künstlicherer glasirter undbemalter Thongeschirre ebenfallserst um diese Zeit, und zwar wiederu®lediglich in Italien , gemacht wurde(S. 458), konnte der Gebrauch von derartigen Geräthen, namentlichsolchen Zwecken, wohl kaum schon zu einer auch nur einigermassenweitergreifenden Geltung gelangen. Weder diese Thongeschirre nochdie eben erst jetzt in Italien verfertigten kostbaren Glasgefässe, die, *iedie „millefiori“ u. A., für sich allein Prachtstücke bildeten, kamen etwaauch sogleich in den Welthandel. Ausserhalb Italien zählten sie noch, ZU ^ en ® e Hcnheiten, und auch in Italien fanden sie zunächst n®malig Aufnahme. In den nördlicheren Ländern sah man sich im® erc hauptsächlich auf das nur einfach farblose oder doch einfach’® 0as verwiesen. So auch fuhr man vornämlich hier fort dasselbe da,wo man es für Prunkgefässe verwendete, durch Umfassungen von reichet