B. Geräth. Abendland im Allgem. Hausger. (Gefässe 1400—1500). 4 ßg
Goldschmiedarbeit zu schmücken, es dadurch erst zu einem eigentlichenunstgegenstande zu erheben. Hierin blieb man dann aber allerdingsauch nicht minder, wie in allem Uebrigen bemüht, das Höchste zueisten. Bis zu welch hohem Grad der Vollendung man dies erreichte,a ur legt un t er anderem der in der Ambrasersammlung zu Wien auf-ewahrte, überaus kunstvoll behandelte Pokal Kaiser Friedrichs III.
i. 2 b‘ s 1493) ein gewichtiges Zeugniss ab. 1 Jene Thongeschirreln gegen waren, zumal bei ihrer nur einfachen Art der Bemalung, vorerst
n °ch überhaupt wenig geeignet um den mannigfachen Gold- und Silber-S er äthen gegenüber, daran sich das Auge einmal gewöhnt hatte, alse jgentliche Prunkstücke zu erscheinen. Abgesehen von dem Werth, denf ' e durch die Neuheit erhielten, vermochte man ihnen solchen in erhöhtem^ r ude wesentlich nur durch die Form und eine damit zusammenklingendeortheilung der Farbe zu geben. Indessen auch darin bewegte man sichmindestens noch bis zum Schlüsse dieses Zeitraums, wenn auch schon111 künstlerisch, doch im Ganzen nur ziemlich massig. Hinsichtlich derr® liess 'man sich noch bei weitem mehr die möglichst klare Durch-1 düng der Grundgestalt als solcher, denn etwa die von zahlreich mit-eir >ander verbundenen Einzelzierrathen angelegen sein, und obschon manf Uc h wohl die einzelnen Theile und Gliederungen durch bunte Glasirungenn reicherem Wechsel zu trennen und zu beleben suchte, beschränkte^On die an sich nur wenig farbigen gemalten Darstellungen fast aus-U'esslic!, entweder nur auf die Oberfläche breiter Umrandungen oderdie Mitte des Grundes. Auch war die Verschiedenartigkeit dieserOschirre vorläufig nur gering, und belief sich höchstens auf unterschied-c grosse, bald tiefere, bald flachere Schüsseln, grössere vasenförmigeauf m 'd > wie es scheint vorerst jedoch auch nur sehr vereinzelt,einige zumeist einfache Gestaltungen von kleineren Kannen und
Ules sgefässen.
a Gei der Verfertigung der Gold- und Silber-Geschirre knüpfteg n w ohl im Grunde genommen stets an die dafür bereits vorgebildeten,^ It ' ann 'gfaclist verschiedenen Darstellungsweisen an (S. 432). Aber wie
j, . so v iel reicher und namentlich auch in Betreff der Anordnung des^ feinen zum Ganzen noch um so umfassender und wirkungsvoller be-jjg 1 °* e ® an sich darin nicht jetzt. Die Beschreibungen von den nunmehr
Gegenständen in fürstlichen Inventarien lassen dies vor allemau i, nnen ‘ * ®* e wurden im Allgemeinen nicht nur zahlreicher, sondernbeträchtlich ausführlicher, bis zur Umständlichkeit. Das Bemühen,
Mittel u hoto S ra P h ' abgebildet bei E. v. Sacken. Kunstwerke und Geräthe des* e ™ und der Renaissance etc.
d UCB , unter and. die betreffenden Inventare bei A. de Laborde. Les