B- Geräth. Abendland im Allgem. Hausger. (Tafelgeschirr 1400—1500). 474
1 Crefägg handele. Neben dem Ernste sollte allmäiig auch der Humorm ^ ec ht haben. Was mau auch nach dieser Seite hin schon geleistet,ii^ste, wollte man auf Erfolg rechnen, tlnmliehst überboten werden.e > der noch vorwiegenden Derbheit des Zeitalters und der bereits haupt-ilc «uch in den höheren Kreisen tiefst gelockerten sittlichen Anschammgs-jeise nahm man es damit überdies nicht sehr genau. Man begnügte. Nicht mehr mit etwa nur seltsam komischen Zusammenstellungen,äei es v °n Menschen, Thieren oder Pflanzen, und mit karrikaturartig ver-^ rrten Gegenständen, vielmehr brachte nunmehr auch Dinge hervor,
• )ei * es zarteren Gefühls spotteten. Und gerade diese erfreuten sichst an Höfen wie dem burgundischen, die als Muster feinsten An-11 s gaben, eines ausnehmenden Beifalls. So, um nur eines Beispielserwähnen, besass Philipp der Gute von Burgund einen „Brunnen “jj. n eai aillirtem Golde in Gestalt eines nackten Weibes, welches dieande gesenkt gegen den Unterleib hielt, als wolle es seine Scham ver-sieh 6-111 Wa ^ r cnd unter den Händen eine Fontaine hervorsprudelte, dieb . m eine davor gestellte, vermuthlich krystallue Schale ergoss. AuchTä« KCn S ' c ^ unter ben zahlreichen goldenen und silbernen Prachtge-Tafel * 1 ? we lchen derselbe Herzog bei einem grossen Gastmahle dieein e .J Jeste ^® en hess, zwei demähnliehe „Brunnen “; der eine wiederumqU o B e ’^ Erstellend, bei welchem der Wein jedoch aus den Brüstenauf ’ ^ er andere in Figur eines Kindes, welches sich dieser Flüssigkeitw . Cle na Gir]ichste Weise entleerte. Gelegentlich ging man noch vieln -, er ‘ Man stellte Gegenstände und Situationen dar, die sich füglichq. 1 schildern lassen. — Für die „Schiffe“ behielt man ima(le ^ zen Form von vollständigst aufgetakelten Seeschilfen bei, dochson ■ okne gleichfalls sie durch verschiedenartigst figürliche und
dav ^ e> . seltsam phantastische Zuthaten zu bereichern. Verschiedenn ai ; 01 ) ^ ie,JCn ^‘ e allerdings auch ferner noch ebenso (französ. nef, italien .Nidess enannten * zumeist sehr umfassenden Tafelbestecke, dafür manstatti 611 nun n ’ c ht minder die mannigfaltigst reichen Formen und Aus-aj, l ' n ® SWe ’ sen ersann. — Dazu beliebte man diese Geräthe insgesammt,
2e jjjIhrer Kostbarkeit, zunehmend umfangreicher und, zu gleich-3 0iitf Ctn ® e ^ r;UI(, h) in immer grösserer Anzahl zu beschaffen. Für be-^ar ^ ^ auzen( ^ e Festmahle bestimmt, bei denen es zugleich Absichtso C ^ fcm ßeichthum zu prunken, fertigte man sie nicht selten vonTafe^ tac ^^*cher Ausdehnung, dass man sie nicht auf die allgemeinehe rj: ur,. S ? t2en konr 'te, sondern sieh genöthigt sah eigene Gestelle dafürwe gb n f- en ° der sie geradezu auf der Erde anzuordnen. Leichterer Be-°der R n ' 4 we g® n versah man sie zuweilen selbst mit kleinen Rädern^—1,* en ' In solcher Weise wurden diese vorzüglich hervorragendenne j 3en _ im(1 übereinander aufgebaut, theils, zu