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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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B. Gerätb. Abendland im Allgem. Hausger. (Möbel 14001500). 487

lässig, in steigendem Grade, auf die oft starken Querleisten ausdehnte,Jbit welchen man sie, mehrerer Haltbarkeit wegen, gewöhnlich unterhalb(über Kreuz gelegt) zu verbinden pflegte. Die Schenk- oderCre-enz-Tische, deren man sich allerdings auch zu gelegentlicher Auf-stellung der heiligen Gefässe in der Kirche bediente, gewannen unter denausgeräthen an Bedeutung (Fig. 201). Man vergrösserte sie, vermehrteen Schmuck ihrer kastenartigen Behälter, hauptsächlich den der Ver-schlussthüren, durch mannigfaltigere Schnitz- und Schlosserarbeit, erhöhtele geradaufsteigende Rückwand und fügte dieser mehrentheils eine inaulichen Verzierungsformen reichst durchgebildete baldachinartige Be-achung hinzu. Auch die (in Stufenabsätzen sicherhebenden) Schau-gestelle oderdressoirs, und ebenso die Anrichtetafeln oder? u ll ets) stellte man, nach Maassgabe der Zunahme von Prunkgeschirren,Allgemeinen noch um Vieles umfassender und so auch in decorativerns| cht noch reicher her. Die dressoirs insbesondere verlängerte manBnd erhöhte sie durch Vermehrung ihrer Stufen, mitunter sogar sehr be-u eri( l. Bisher hatte man sich vorwiegend auf höchstens vier Stufeneschränkt, jetzt beliebte man deren oft zwölf und darüber (S. 478). Ing e dessen ward es bei derartiger Erweiterung, zur Vermeidung allzu-grosser Ausdehnung, üblich, die Stufen tiefer herabzurücken und dieB k' 6r ^niausragende Hinterwand nebst vorn überhängender dachartiger«ekronung, sofern man diese überhaupt beibehielt, zu verkürzen. Dieaupttheile zur Verzierung blieben, nächst solcher Bedachung, die Seiten-Oaci aSSUn ^ Cn UIU ^ c ^ e e > nze l nen Stützen der Stufen. Letztere wurdenw e v or mit kostbaren Decken überlegt.In dem Zimmer der Isa-von Charolais, Gemahlin Karls des Kühnen, stand (umdres -em von v ier schön gearbeiteten Stufen so lang als das

aus war > s ümmtlich mit kostbaren Tüchern bedeckt und durch-

ünd 6Ste ^ m ' t hrystallnen, überreich mit Gold und Steinen besetztenu 1 £anz goldnen Gefässen, als Töpfen (pots), Tassen, Kelchen, Becken( dr W '- drei goldnen mit Edelsteinen besetzten Confectträgern

dre' ? 0irs^ davon man den einen auf vierzigtausend, den anderen aufllri( j SSl ° tausen( l Thal er schätzte. Zuweilen gab man jetzt dendressoirs,nUn ' n Uebereinstimmung mit den Anrichtetischen oderda * S ^ eson dere Formen. Doch geschah dies bei ersteren immer nurttiitte^ 0 ? W * e e ^ en die »buffcts ausschliesslich, zur Aufstellung in-Sage^d' 68 ^ ailms lm d nicht, wie sonst gemeiniglich, zum Anlehnensie xj 16 ^ an( ^ bestimmt waren. In solchen Fällen bildete man auch»buffet« 8 U m ' n ®* u fenabsätzen aus, und wählte, gleichwie für diestaltun ' 80 auc ^ dafür hauptsächlich die ja auch sonst so beliebte Ge-Ein der ^ t)Urgahnli ch sich übereinander erhebenden Thürmen u. dergl.rar tiges dressoir j n der Anordnung eines runden Schlosses, mit