B. Gerätb. Abendland im Allgem. Hausger. (Möbel 1400—1500). 487
lässig, in steigendem Grade, auf die oft starken Querleisten ausdehnte,Jbit welchen man sie, mehrerer Haltbarkeit wegen, gewöhnlich unterhalb(über Kreuz gelegt) zu verbinden pflegte. — Die Schenk- oder „Cre-enz“-Tische, deren man sich allerdings auch zu gelegentlicher Auf-stellung der heiligen Gefässe in der Kirche bediente, gewannen unter denausgeräthen an Bedeutung (Fig. 201). Man vergrösserte sie, vermehrteen Schmuck ihrer kastenartigen Behälter, hauptsächlich den der Ver-schlussthüren, durch mannigfaltigere Schnitz- und Schlosserarbeit, erhöhtele geradaufsteigende Rückwand und fügte dieser mehrentheils eine inaulichen Verzierungsformen reichst durchgebildete baldachinartige Be-achung hinzu. — Auch die (in Stufenabsätzen sicherhebenden) Schau-gestelle oder „dressoirs “, und ebenso die Anrichtetafeln oder? u ll ets ‘) stellte man, nach Maassgabe der Zunahme von Prunkgeschirren,Allgemeinen noch um Vieles umfassender und so auch in decorativerns| cht noch reicher her. Die „ dressoirs“ insbesondere verlängerte manBnd erhöhte sie durch Vermehrung ihrer Stufen, mitunter sogar sehr be-u eri( l. Bisher hatte man sich vorwiegend auf höchstens vier Stufeneschränkt, jetzt beliebte man deren oft zwölf und darüber (S. 478). Ing e dessen ward es bei derartiger Erweiterung, zur Vermeidung allzu-grosser Ausdehnung, üblich, die Stufen tiefer herabzurücken und dieB k' ■ 6r ^niausragende Hinterwand nebst vorn überhängender dachartiger«ekronung, sofern man diese überhaupt beibehielt, zu verkürzen. Dieaupttheile zur Verzierung blieben, nächst solcher Bedachung, die Seiten-Oaci aSSUn ^ Cn UIU ^ c ^ e e > nze l nen Stützen der Stufen. Letztere wurdenw ’ e v or mit kostbaren Decken überlegt. „In dem Zimmer der Isa-von Charolais, Gemahlin Karls des Kühnen, stand (umdres -em von v ier schön gearbeiteten Stufen so lang als das
aus war > s ümmtlich mit kostbaren Tüchern bedeckt und durch-
ünd 6Ste ^ m ' t hrystallnen, überreich mit Gold und Steinen besetztenu 1 £anz goldnen Gefässen, als Töpfen („pots“), Tassen, Kelchen, Becken( dr W '- drei goldnen mit Edelsteinen besetzten Confectträgern
dre' ? 0irs ‘^ davon man den einen auf vierzigtausend, den anderen aufllri( j SSl ° tausen( l Thal er schätzte.“ Zuweilen gab man jetzt den „dressoirs “,nUn ' n Uebereinstimmung mit den Anrichtetischen oderda * S ’ ^ eson dere Formen. Doch geschah dies bei ersteren immer nurttiitte^ 0 ?’ W * e e ^ en die »buffcts“ ausschliesslich, zur Aufstellung in-Sage^d' 68 ^ ailms lm d nicht, wie sonst gemeiniglich, zum Anlehnensie xj 16 ^ an( ^ bestimmt waren. In solchen Fällen bildete man auch»buffet« 8 U m ' n ®* u fenabsätzen aus, und wählte, gleichwie für diestaltun ' 80 auc ^ dafür hauptsächlich die ja auch sonst so beliebte Ge-Ein der ^ t)Urgahnli ch sich übereinander erhebenden Thürmen u. dergl.rar tiges „ dressoir j n der Anordnung eines runden Schlosses, mit