502 L Da 8 Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16 . Jalirb.
ihnen durchgängig die Gestalt theils von weitgeöffneten Mörsern 0, nl ° rtier-, bombarda; busse, buste“), theils, doch wohl auch erst im späterenVerlauf, von weiten und langen Röhren. Man stellte sie zunächst, daman älteren Nachrichten trauen, von Holz mit darüber dicht aneinangereihten starken eisernen Reifen her; sodann aber schritt man dazu, »aus eisernen Stäben zu beschaffen, indem man diese über einen K ernder Länge nach zusammenschweisste und ebenfalls durch eiserne R' n g edarüber verstärkte. Hierbei pflegte man zuweilen, aus vermeintlicherVorsicht, die Pulverkammer von dem Rohre dergestalt zu trennen,sie mit diesem nach unten oder zur Seite hin einen Winkel bildete,dieser Art der Verfertigung, nur dass man alsbald eine solche Trenn® 1 ®der Pulverkammer gänzlich aufgab, beharrte man vereinzelt selbstins sechszehnte Jahrhundert, wie dies unter anderen die im Zeiigh®)-zu Dresden unter dem Namen die „faule Magd“ befindliche riesigenone vergegenwärtigt, auch ungeachtet dass man schon im Verlauf ezweiten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts hie und da begonnen 1® JGeschütze aus Eisen und selbst aus Bronze zu giessen (S. 501), nnDeutschland bereits seit 1440 wirkliche Stückgiessereien bestanden.Geschütze selber wurden mindestens bis in den Anfang des fünfzehnte 11Jahrhunderts fast ohne Ausnahme, die grossen Belagerungsgeschütze J edoch zumeist ebenfalls noch bis ins sechszehnte Jahrhundert durch®®^gleich dem übrigen Heergeräthe, auf äusserst stark gebauten WägenSchleifen befördert, und erst am Orte ihrer Bestimmung in ge®? 11Weise aufgestellt. Zu dem Zweck führte man für die kleinen Gesc 1besondere Unterlagen von Holz, für die grösseren, zum Aufs® 1förmlicher Gerüste, mancherlei Bretter- und Balkenwerk mit sich. ^Unterlagen bildeten anfänglich oft nur einen starken der Längeausgehöhlten Balken, in welchen das Rohr eingelassen und bef e=ward, den man lediglich durch Unterschieben eines Klotzes richtete;Gerüste dagegen beschaffte man stets möglichst stark und, abhängig
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so erzählt der Limpurger Chronist — „hatten die Städte Frankfurt vo „stein grosse Büchsen, deren schoss eine sieben oder acht Centner, und dajg p u .(hier) die grossen Büchsen an.“ So auch führten um 1399 der Pf®^®, 1 ^. undprecht und dgr Erzbischof Johannes von Mainz im Verband mit Frankden Städten des wetterau’sehen Bunds bei ihrer Belagerung der Burg p£ er denberg mehrere sehr grosse Kanonen, so gross dass sie selbst nicht mi sS tegegen die Burg zu bewegen waren. Die Steinbüchse des Pfalzgrate diehinauf gewunden werden, und zum Fortschaffen der Donnerbüchse, te ; n et neFrankfurter stellten, bedurfte es zweiunddreissig Pferde. Sie schoss s j C bKugeln im Gewicht von zwanzig Centnern. Und noch um 1453 bed 1 ® ^faPg'die Türken bei der Eroberung von Constantinopel verschiedener höc 8 gc ],^er ereicher Geschütze, die zweihundert, fünfhundert und zwölfhundert PfuaSteinkugeln warfen, noch späterer Beispiele zu geschweigen.