504 !• Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrli.
zelnen zweckgemiisser zu gestalten. Fuhr man gleichwohl ausserdemfort, sie auch nach alter Weise aus Eisen zu schmieden, kamen doch dieErgebnisse jenes neuen Verfahrens, wenigstens in gewissem Grade, allC ^dem zu Gute. Mit zu den wesentlichen Erlindungen, die man j etztmachte, gehörte, dass man Kammer und Röhre je eigens über einen h- er11goss, beides durch Ausbohren ebnete und dann erst miteinander verband.Audi überzeugte man sich mehr und mehr, dass die Wirkung durchausnicht allein auf der Schwere und Massenhaftigkeit der Geschosse, *‘d avielmehr auf der Güte des Pulvers und der Art der Ladung beruhe. I“Folge dessen, dazu sich inzwischen noch manche anderweitige Verlies»rung hinsichtlich der Durchbildung der hölzernen Schiessgerüste vollz°o eD ’fertigte man in stets zunehmender Verbreitung verhältnissmässig nnnd“ 1schwere Geschütze von verschiedener Gestalt und unterschiedlichem k a
über, versah sie mit besseren Vorrichtungen zum Stellen, zum
Theil
durch Verwendung der Winde und Schraube, erleichterte ihre Untergestehe, dazu man diese durchgängiger mit zwei, auch vier starkendem beschaffte, auch schon vereinzelt (zur Bespannung) hinten mit l' in »■werk ausstattete, und führte neben den bisher fast ausschliesslich benutztensteinernen Kugeln aus Eisen gegossene Kugeln ein. Den Deutschen hauptsächlich wird nachgerühmt dass sie in der Art der Bespannungnamentlich mit mehreren Pferden, ganz besondere Fortschritte macht®“ jUm 1461 besass der Herzog von Bretagne bereits eine grössere Anz*von Kanonen, die unterschiedlich je ein Gesammtgewicht von nurundsechszig und einem halben Pfund, von siebenundvierzig und eI “halben Pfund, von vierzig und von dreiundzwanzig und einem haPfund hatten, letztere mithin sogar geeignet waren von einem Men»getragen zu werden. Ziemlich zu derselben Zeit liess Ludwig - t(1461—1483) zwölf Geschütze giessen, welche man die zwölfvon Frankreich nannte. Der schon ältere Gebrauch, den einzelnenbesondere Kamen zu geben, wurde mit deren Vermchrungemeiner,
pair»
Stiick en
immer » 11_
Den Guss der Röhren besorgten die Glockengiesser, dochtraute man auch andere Giesser damit; das Schmieden derselben " alblieb Sache der Eisenarbeiter und (später) der Schlosser. Die "V erfert 1 »^kleinerer Geschütze bezeichnete man allmälig, zum Unterschiede» („ Büchsenschmiede“. Um 1475 nahm der Herzog Albrecht von
und hW"
K«'
bezeichnete man allmälig,
Um 1475 nahm der Herzog Albrecht voeinen solchen, Namens Conrad, in seine Dienste, indem er ihn ' C ^ fl , rtete grosse und kleine Büchsen zu liefern, die „gut, beständigwären“. Und um 1478 schloss derselbe Herzog zum Giessen v0 ” g( j en ,
nonen sogar mit einem Kannegiesser, dem Meister Ouinquc m
büch»® 1 ’
einen Vertrag, demzufolge dieser bis um 1479 fünf „Schlangen ilü0 A‘zu siebenundvierzig Centner und zwanzig Pfund, und sechs zu n eU ^ £erfünfzig Centner lieferte. Nicht lange danach, um 1489, bestalte