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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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Geschichtliche Uehersicht.

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errschaft (15561598), seiner unbeugsamen Härte, seinem verdüstertenmntli und seinem tiefwurzelnden Fanatismus, dem es einzige Aufgabe8 den Geist völligst zu vernichten, sollte auch die letzte Spur vone ' und Lebenskraft erstarren. Aehnlich wie einst Ferdinand, begannin 7 ^ u *& er Unterdrückung der christlichen Nachkommen der Maurenalenzia und Granada , dadurch dem Lande wiederum fünfmalhundert-send seiner betriebsamsten Einwohner entzogen wurden. Das Staats-l0 gen war zerrüttet, nichtsdestoweniger fuhr er fort durch eigenwillige^aassnahmen Handel und Wandel zu bedrücken. Sich um 1559 mitöen7 e ' C ^ ^^lieh zur Vertilgung der Ketzerei daselbst enger verbin-j S6 '* nllr ^as e ' ne Ziel verfolgend die freigläubigen Nieder-

n e ^ er alten Kirche zu unterwerfen, daneben zu kostbaren Kriegszügendem ^^amsclien Küste veranlasst, ausserdem (15901593) vonsich" Bürgerkriege in Aragonien in Anspruch genommen, und

ungemeinem Aufwande erfolglos gegen England rüstend, ver-Über - 6 61 ® c ^ atze des B^hs, nicht einmal fähig den Besitz desselber' 10 ^ 611 ^ >0rtu o a ^ den ihm ein günstiges Geschick zuwandte, für sich-yy. auszunutzen. Was etwa noch nach Karl V. einer allmäligenTod ^üelcbung wirklich fähig gewesen wäre, versank unter Philipp in, iess -^af Als Philipp (1598) sein freudeleeres Dasein beschloss, hinter-Bürfp r ^? an ien entvölkert, ohne Handel und Gewerbsthätigkeit, bis zurUiall verarmt, und seinem Nachfolger eine Staatsschuld von ein-

aiJeJi l,nc * er tfünfzig Millionen. Wie das Volk innerlichst verdorrte, wurdekrv * SCin ^ uss cnlcben zur Unbewegbarkeit versteinert, dessen Formystallisirt _ ,

rti Üteü) UC ^ ^ ese Borm fand zunächst in Frankreich und, von hier ausso eilte!!. En gland Eingang und Verbreitung. In Frankreich umin üdener, als dies hinsichtlich der kirchlichen Frage noch immerUlan l überwiegendem Maasse mit Spanien übereinstimmte. SeitdemCrJaub 1C ^ 6r e * nnc, al mit Philipp zu dem Zwecke einer Vernichtung dersei n p^fr'üheit verbunden hatte, liess diesen sein blinder Fanatismus,kündet T ^ C1Z lm d seine Selbstsucht nicht ruhen, den von ihm mit ent-ge Wan !j n Brand nach allen Seiten hin zu schüren. In den Hoffactionenzu » e n ^ er Fanatismus sein Feld; an Catharina von Medicis ein nurBer f 1 f net6S Werkzeug seine dunkle Thätigkeit blutig zu verwirklichen,big , zwe ü ,n üdreissigjährige Verfolgungs- und Zerstörungskampf (1562den 7 S ' G ^ s tiger Umsicht begann, und welcher (1572) selbstaber (157^ ^ ar l IX. zum feigen Mörder herabwürdigte, in Heinrich III.erzog u '1589) einen ebenso weibischen als lasterhaften Wollüstlingauch un ^ 6r a ^o eme ' nen Verbreitung solcher Form nur günstig sein,s chaf{ pachtet der in Entsittlichung üppig fortwuchernden Weiberwirth-er altgläubigen Partei, bei ihrem geistigen Einklänge mit

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