Buch 
3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
Entstehung
Seite
529
JPEG-Download
 

A. Tracht. Spanien . Kleidung der Männer (15001550). 529

und ^ man S ^' höchstens dazu verstand, die grösseren AufschlitzungenPuff es011( ^ ers we ' ten Ausbauschungcn zu mehreren kleinen Schlitzen undder ^ ZUSammetlzu ziehen oder zu ermässigen. Auch das vorn offene,eini C l, lt * C * len »Schaube ähnliche Ucberkleid erfuhr einstweilen kaumkleid ar, dlungen; und ebenso blieb es dauernd Gebrauch das Bein-anli S ° We ' t ^ eses nicht die Oberschcnkelhose bedeckte, möglichst knappzu y n ZU tra S en > die Schuhe mit nur kurzen mehr rundlichen Spitzenersehen, und den Kopf mit einer flacheren, barettartigen Mütze zu

bedecken. Bevor Karl den spanischenP'9- Thron bestieg, trug er sich noch mehr

nach (burgundisch-) deutscher Weise, miteinem längeren geschlossenen Wammsnebst weitem viereckigen Halsausschnitt.Nicht lange jedoch nachdem er in Spa­ nien seine Herrschaft fest begründet hatte,nahm auch er jene Bekleidung an. Siebedeckte den Hals vollständig und warinzwischen durch einen kleinen engan-schliessenden gekrausten Halskragen ver-vollständigt worden. So angethan, inreicher Ausstattung, liess er sich mehr-fach von Tizian malen (Fig. 205).

In solcher Durchbildung erhielt sichdie Kleidung, wenigstens unter den höhe-ren Ständen, selbst bis zum Tode Karls V. rbis um die Mitte des Jahrhunderts. DerWechsel, dem man sie unterwarf, berührteihre Grundform nur wenig. Derselbeei nfi beschränkte sich fast ausschliesslich auf

auf er< ln £ s mannigfach verschiedene Gestaltung im Einzelnen, undLänder ^^ veiwen dung einiger zum Theil schon althergebrachter Ge-na mentr V ° n e ' n *S ermasscn abweichendem Schnitt. Zu diesen gehörtenv° r . der lange und weite Mantel, den man auch wohl nach wiekiirz er ( ^ e ® c ^ lI ltern zu werfen pflegte, und der verhältnissmässig weitder tn ^ | e '® ent '' c ' le Schultermantel (S. 357); ausserdem, als Kopfbedeckung,geg en r r °^ er niinc ler gesteifte Hut. Jene Gestaltung im Einzelnen da-*ud 2 - 6tra ^ ^ au Pt s ächlich die Form und Farbe der Schlitze, Puffen^henk 6 ^ 68 ^ 26 vorzugsweise das Wamms und die Ober-

ais auc ^ 6 10 s e - Beides beliebte man in dieser Art sowohl durchgängig,das Obe ^ ste ^ envvei se zu schmücken. Im ersteren Falle pflegte manaiicb hier^ 611 ^ Stinzlich entweder der Länge oder der Quere nach, oder»n abwechselnd, gleichsam zu Bandstreifen zu zerschneiden, und

ümkundc. III. 34

W

Ci8s - Kostü