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A. Tracht. Spanien . Kleidung der Weiber (1500—1550).
‘d jede Willkiihr, jede Ungezwungenheit auf. Beim Haar entsagte111 Vor »Hem dem vorerst noch immer beliebten Gebrauch, es aufgelöst‘ tra " cn (Fig. 206 a). Man nahm statt dessen zunächst die daneben
^ c l> bereits übliche steifere Form von umwickelten Wangenflechten, diecn ‘brer Ehrbarkeit wegen sogenannte „ cofia de papos“ (Fig . 206 bj,
»»elmiend allgemeiner an. Nicht lange, so verliess man auch dieseer gab doch fortan neben ihr dem glattanliegenden Seheitel den Vorzug,f ur )10f; b insofern wechselnd, als man dazu gelegentlich das Hinterhäupt-er kurzbauschig aufsteekte (Fig. 207) oder aber das Haar im Ganzenseichmässig etwas wellig nach hinten strich und hier vermittelst NadelnVe tband. — Bis zu dieser Anordnung hatte man sich noch mehrentheils®bst mancherlei Schmuck zum Entflechten, als Perlenschnuren u. a.,er sonst so vielfach verbreiteten knapp anliegenden Hinterhauptküppehen^erlichen Netzhauben bedient (Fig. 206 a ; vergl. Fig. 157 a — c).
, enc "’OTden nun immer seltner, und diese verblieben fast lediglich, be-Cutciul vereinfacht, den unteren Ständen. Wesentlich nur die Kopf-®fl a »gen i n Reifen-, Diadem- oder Ivettenform, und die natürlichen oder
, Uris tlE‘hen Blumenkränze behielt man bei. — Als Kopfbedeckungena men seitdem vorzüglich kleine niedrige, häufig nur handbreite Mützen^ d schmalem diclitaufliegendem Rande und höhere, gesteifte Hüte auf,den männlichen Hüten glichen. Beide, von Seide oder Sammet, cr-fen mannigf ac üen Schmuck durch Stiekerei oder reichen Besatz, wiesi'-h d " rch ^ chl " i r- oder Federwerk. Neben dem Allen fuhr man fortdes Schleiers zu bedienen, theils ohne noch sonstige Ivopf-v ect ecknng, fh e il s dass man solche darüber aufsetzte, oder ihn damitnal and * "^gesehen von letzterer Anordnung, die überdies zu den Aus-i f IIT1Cl1 wählte, pflegte man ihn nach wie vor kurz über der Stirne zudergestalt dass er als „mantiüa“ zu den Seiten gleichlangs ch & Schere Damen beliebten ihn zumeist von dunkler, auchharzer Farbe, und von einem Umfange zu tragen, so dass sie sichV’öh , dafin e ’ n büHen konnten. Die Jugend hingegen trug ihn kurz, ge-vo *i* ^ nui bis zu den Knien reichend und, wenn nicht weiss, dochstiff * C ^ er Färbung. Man fertigte ihn von dünner Seide oder von son-Sti , Üorartigem Stoff, schmückte ihn auch wohl längs den Kanten mit
tlck «-ei und Flitterwerk.
®ch ^ u s 3 b e k 1 e i d u n g entsprach im Ganzen den leichten, zierlichen
»och n" d er Männer (S. 531 ), nur dass man sie, wenigstens vereinzelt,j. ’°stbarer ausstattete. Der Gebrauch der Stelzenschulie (S. 362)»»hm es sc bcint, in den höheren Ständen mehr und mehr in Ab-Die welche sie nun theils durch niedrige Ueberziehpantoffeln ersetzten.8e*e U l " StUnde behielten sie zugleich als einen geeigneten Schutzen von Regenwetter aufgeweichten Boden bei, während sie ins-