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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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545
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A. Tracht. Spanien (Kleidung der niederen Stände. 15001600). 545

^eibbinde und die ursprüngliche einfache, viereckige wollene Manteldecke*brer man &n v * e ^ en ® rten hei- Nur die gesteifte Halskrause inaMmäligen Verbreiterung fand überall die schnellste Aufnahme unde Slc h, so auch insbesondere bei den untergeordneteren Klassen, biskeit 08 S * e h enze hnte Jahrhundert fort.Dieses Sinnbild der Ernsthaftig-s ~~ bemerkt der Cardinal Alberoni 1das die geringsten Bewe-flüsse ^ CS ^h r pers abgemessen macht, ist in Spanien von grossem Ein-e. Der Kärner ist nicht weniger wie ein Grande ersten Ranges be-2 . ^ en Kragen nicht zu zerdrücken. Und dem Vater würden einigeein^ C n er üeibehalt des sorgfältigst gesteiften Halskragensein me ^ n k ann i lieber sein als tausend Maass Waizen, wenn er, um siesollte e « nteU> ^' eS<3 ma j estat sc he Zierde nur auf ein halbes Jahr ablegenb e ..' ~~ Neben dem grossstädtischen hohen Hut, eignete sich die Land-'erung einen niedrigeren Hut mit breiterer, weicherer Krempe an.v j e l '* den Weibern verhielt es sich ähnlich. Auch sie behielten anbei 's! rjften Von der altüblichen Bekleidungsform mancherlei EinzelheitenKonf -° UDter an dercm am oberen Rock den Halsausschnitt, und von dens eits Z j Gr< ^ en d' e geflochtenen Haarnetze. Ebenso folgten auch sie andrer-r *chtu ^ V ° n t ' en Vornehmen ausgehenden, allgemeinen Geschmacks-P en Kais begann man bis unter das Kinn mit einem Brust-

tuche

b r eit e n Str f^ ZU ver kbHen und gleichfalls mit einer mehr oder minder

*° s 'gke ^ raUSC zu umz i e ben, auch die Gewandung überhaupt zur Falten-

St 'biede^ ^ ZU Y ers * :e ^ en> Dazu machte man nicht minder von den ver-

Our a |, Sten Kleiderzierrathen und eigentlichen Schmucksachen, wenn auch

au c h f Un ächten Flitterstaat, in immer weiterem Umfange Gebrauch. So

wi P j 6 ^ te man in diesen Kreisen stets höheren Werth auf feine Stoffe,denn die

Vor -

Mj r a jj e Weiber insgesammt selbst auch in den niederen Ständen^glichst darauf Bedacht nahmen, sowohl im Anzuge als im Benehmen' v aren iV reizVo ^ zu erscheinen. In dieser Hinsicht vorzüglich geschätzt* tra gen lf .^ raUen von Sevilla .Diese so versichert Morgado 1oder -yy G ' nc Mäntel von Tuch, alle nur von Seidenflor, zartem TafletStickerei 1 ^ S ^ ens Serge. An ihrer Bekleidung sieht man viel Seide undsind über V ° n un ^ Silber. Besonders lieben sie Wohlriechende Dinge,Und p e i aUs sau ber, ungemein höflich, und zierlich geschmückt mit GoldW esens en< Sie sind im ganzen Reiche berühmt wegen ihres munterenWenn S j e Un< ^ ^ res schönen Anstandes. Und ist es eine Lust sie zu sehen,dahe r Sc , ^ era de, mit kurzen Schritten, wie es ihnen gebräuchlich ist,re iten, und anmuthvoll das Antlitz mit ihrem Mantel verhüllen,

Ges andtn r lU ! A1 ^ eron > (16641752) war unter Philipp V . von Spanien daselbstS Histnr; " erzo S3 von Parma.

- a de Sevilla . Sevilla 1587.

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Kosümku n de. in.

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