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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
kleider, die gestrickten seidenen Strumpfhosen und auch eigentüc®Strümpfe wurden nun immer gewöhnlicher. Die Fussbekleidung eryorn eine massige Abstumpfung; ihre Hacken erhöhte man. Die 1,0gehenden Reiterstiefel, von Heinrich IV. selbst häufiger getragen, * anweitere Aufnahme. Die Rosetten auf den Schuhen gestaltete man u®fangreicher, fügte auch den Schuhen ein eigenes bewegliches Hackensmit Laschen zum Verknüpfen auf dem Spanne hinzu. — Die runden ? efältelten Halskrausen sammt den Manschetten verloren an Breite;pflegte man nun mehrere, nicht selten vier, fünf u. s. f. bis zu nicht u ^i beträchtlicher Höhe dicht übereinander an
Fig. 225. zulegen. — Unter den Kopfbedeckungen
verschwanden vor allem die toquesMignons; auch die weibischen UnterkäpPchen und selbst die barettähnlichentraten durchaus in den Hintergrund,sämmtlich mussten dem Hute weiche^Von seinen mannigfachen Formen S®langten, neben dem spanischen Hut, m ^die walzen- und kegelartig verhält®-^mässig sehr hochaufsteigenden mit sC ^ lDI ..lerer zumeist gesteifter Krempe,die runden niedrigeren mit sehr brKrempe zur Vorherrschaft (Fig. 22lj * *225). Letztere, deren sich auch derbei weitem am häufigsten bediente, ’den ganz besonders beliebt. Mansie gewöhnlich schwarz oder weis» enach seinem Vorgänge, an einerleicht aufgeklappt mit einem Busch ^Straussfedern in Weiss , der Lieb in =^färbe des ,.Bearnais“ (Heinrichs J b•' Vschmückt. — Neben den kurzen spanischen fast faltenlos starren ®termänteln, die noch geraume Zeit dauerten (Fig. 225), kamen ^derum längere, weitere und ungesteifte Mäntel mit oder ohne Iermel, mit Kragen oder kragenlos, vorzugsweise in Gebrauch-hing man gemeiniglich über eine (die rechte) Schulter, zog sie über ^Rücken hin unter dem anderen Arm hindurch und verband sie a ^Brust vermittelst Schnüren oder Bändern, die in Püscheln endig ten '^Das Haar ward entweder kurz zugestutzt und emporstehend gewöhnt,
lang (bis über die Ohren) belassen und nach hinten zurückge»^ ^Der König war vor der Zeit völlig ergraut. Man begann am H°jiachzuahmen, und nach Verlauf von wenigen Jahren (etwa seit