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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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II. Das Kostüm des 16, Jahrhunderts.

Gestaltungen gingen von den letzteren aus. Sie bestanden vorerst h all P.sächlich, in einer Verlängerung der Bauschung, zuweilen bis zum *gelenk, anderntheils in einer Erweitung und Vermannigi'achung u er J ^durch stellenweise Zusammenziehung zu Doppelbauschen u. dgl. (Fig --_ .

Demnächst schritt man vereinzelt dazu die Aufbauschungen, gemeuugder Länge nach, ein- oder mehrfach aufzuschlitzen, auch andersfarbig^unterbauschen, und das Wamms an sich noch mit besonderenlängeren, bald kurzen Ueberermeln auszustatten (Fig. 251 b; vergl- ^128 a—c). Diese Ermel pflegte man nun vorn gänzlich offen zUlassen und, zum beliebigen Verscliliessen, je nach ihrer Ausdchnun 0einem Knopf oder mit mehreren Zierlichen Knöpfchen zu versehen-Uebrigen blieben die Köcke und Jacken von Aufschlitzungen ziem,j, e jtle'Nur höchst selten kamen sie noch, und auch stets in nur sehr best ^nem Maasse, auf Brust und Rücken in Anwendung. Statt dessen ' vein Besatz mit breiteren und schmäleren Zierstreifen entweder scnoder wagerecht in gleichen Abständen von einander, auch mit Stic (

dazwischen, vorzüglich beliebt (Fig. 251 a). Doch währte dies ^

länger als etwa bis gegen Ablauf der vierziger Jahre, von ,j e r

sich, mit den geschlossnen Röcken, bis auf einen Besatz deroder Kanten fast völlig verlor (Fig. 251 b); ward indessen spifl eretwas veränderter Fassung wiederholt. a ]s

Die Beinbekleidung setzte sich in ihren beiden lIauptforw en ’ ^

0;

über

ganze engstanschliessende und als kurze, höchstens bis etwasKnie reichende (Ueberzieh-) Hose fort (Fig. 128; Fig. 129 a; Fig ^ ^Fig. 131). Die daneben vereinzelt von Stutzern getragenen vie a j nnschlitzten Langhosen (Fig. 135) verschwanden schon bald nach ^ aC l)-des Jahrhunderts oder fristeten doch nur noch eine höchst dürftig®blühte. An ihnen und den ebenso behandelten Jacken hattedie Neigung zu einer derartigen Ausstattung gewissermassenDie Aufschlitzung ward lediglich auf die Oberschenkelhose

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und, ohne sich in diesem Punkte von den Fremden oder g ar " en t-Deutschen, die sich ja gerade darin besonders hervorthaten, ir ^ C ” erD ün'schiedener beeinflussen zu lassen, ähnlich wie am Wamnise e ^ cr ^ rlD igendert denn etwa noch weiter durchgebildet. Ausser mit einer kranz ^Umsehlitzung der Knie (Fig. 251 a ), begnügte man sich zll ®^ cn D urwenigen Lang- und Querschlitzen, dergestalt vertheilt, dass sie ^„dgc 1 ^als eine leichte, geschmackvolle Zierde erschienen. Eine durche»^^

fast bandförmige Verlappung aber, wie solche namentlich m ^ r e>um sich griff (Fig. 238 a) fand vollends keinen Anklang. 0 geg enstand man sicli nur sehr langsam zu einer Kürzung der Hose ^ ff git'die Mitte der Oberschenkel und einer Umgestaltung derselben ^ e jnerausladenden Bauschen (vergl. Fig. 214); noch langsamer aber

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