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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
Stelle mit einer vom Aetzwasscr unangreifbaren weichen, leicht erden Masse (Aetzgrund), ritzte in diese mit einer „Nadel“ die beabäic^j^Zeichnung bis auf das Metall ein, umzog das Ganze mit einem ^ ^Tand, füllte diese Umrandung mit Aetzwasser, und liess dies auf ^nicht widerstehende Metall längere Zeit einwirken, also dass sZeichnung vertiefte; um hoch zn ätzen ward die Zeichnung)Uebrigen gleichem Verfahren, mit dem Aetzgrunde bedeckt, g cV, °dieser in flüssigem Zustande vermittelst eines Pinsels aufgetragen. t-■ i Abgesehen, dass derartig reicher behandelte Rüstungen u fl|]rnur von den begiitersten Ständen, ja bei ausnehmendem Aufwan ^von Fürsten bezahlt werden konnten, 1 mithin stets verhältnissma»si 0waren, kamen solche eigentlich auch erst seit der Mitte (| er ^ allC |iJahre mehr und mehr in Aufnahme. Bis dahin begnügten ^diese Stände, vorzugsweise aber in Deutschland , obschon sich S er j^ eine jnseit länger weitberühmte Plattner herangebildet hatten, noch fast a ° ^
mit den einfacheren lichten (blanken) und blauen, geriefelten, j^n(allerdings vereinzelter) mit den nach Art der Bekleidung g eD , er stei"und den theilweis geschwärzten Harnischen, höchstens sich dazu y er .gend, diese eben nur stellenweise durch Gravirung oder Aetzung c |,bindung mit Vergoldung u. dergl. schmücken zu lassen. Indessen^ ^ i|fin letzterem Falle blieb man sogar noch geraume Zeit wesen ^ c „dabei stehen, einerseits bei geriefelten und „gebauschten“ 11 ^ ( ] e n(Fig. 288; Fig. 293) lediglich die zwischen den Kehlungen 1111 JenBauschen sich hinziehenden „Stege“ oder Streifen durch vcrtie t(e n(„Fäden “) zu begrenzen, andrerseits bei diesen und den übrigen) SRüstungen, falls man sie im Ganzen blank oder schwarz b ßl eilt-Ränder und die an ihnen sonst angebrachten Streifen, je nacweder blau („angelaufen“) mit aufgeschmelzten goldenen, oder mit ° > äC lieHr
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Verzierungen auszustatten, auch wohl, namentlich bei blanken ^den Grund der Aetzungen zu körnen (tupfen) und zu vergolde 11 ^ e j ä c,schwärzen (vergl. Fig. 289; Fig. 291). — Neben dieser Verzicrn”^^^,die sich zu immer höherem Reichthum entfaltete, wandte man SI ^git ni' 1vor allem in Italien und Frankreich , der erhoben getriebenen . per* 1
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wachsender Vorliebe zu. Schon seit länger auch von deutschen ^ j )0C b-mit Eifer betrieben, wurde sie gerade von diesen bereits m - j^lc-künstlerischer Vollendung ausgeübt, dass selbst die Könige pn mehr« 1 'reich, Spanien und England ihre besonders kostbaren Rustun 0
So unter abderem erhielt der „Reimschmied“ Desidenus Kolmann & gp9 .nie U ,, ® p™, 6 “ 6 ™ Har n’8ch, welche er um 1552 lür den Prinzen PhihPP pü-men gefer ’gt hatte, 600 Kronen. Und waren für eine kunstvoll ge^^flOO
Thafer « °?n im Zwin g er za Dresden befand, nicht weniger de " n J}1 .g za t worden. A. Berlepsch. Chronik der Feuerarbeiter.
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