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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
der Sutane, dem Gürtel, Chorrock, der Kappe oder Mantel, de® &oder (statt des letzteren) dem kurzen Krempenhut bestehen {Fiff-S. 195). Aber so wenig die Geistlichkeit im Ganzen genommenseit lange geneigt war, auch nur den einfachen Geboten der Schickü® ^zu folgen, noch um so weniger Hess sie sich auch jetzt in >* irem j nwuchernden Hange zu weltlichem Prunke beirren, ja fuhr viel ^,steigendem Grade fort, cs darin den Laien womöglich zuvor zuDie Priester kleideten sich wie die Wcltgeistlichen, und diese c ^ cl ^j ||ercs ihnen beliebte. Ganz wie bisher blieben die Bemühungen ci®^ ^ernster gesinnten Bischöfe, und auch fürstliche Verordnungen, ], 8wehren, ohne irgend durchgreifenden Erfolg. Mit der Unsittlichkeit ''auch der Aufwand. Und ebenso vergeblich Leo X . (1513— . fC j, cJahre 1517 die Universität zu Paris zu einer „Verbesserung deran Haupt und Gliedern“ aufforderte „weil die Entstellung deinunmehr ins Ungeheure zugenommen habe, die Sittenvcrdcrbm»“ eVlweiter um sich greife, auch alle alten heilsamen Einrichtungen^ on^ ^welche darauf halten sollten, mit Füssen getreten würden, c j n jgcUNachfolger Hadrian VI. (bis 1523) öffentlich erklärte „dass seit 6 ^
Jahren abscheuliche Dinge auf dem heiligen Stuhle begangen ^ j CIJdass Alles verderbt sei, dass das Ucbcl sich vom Haupte jjc
Gliedern hinabgefressen habe, dass der römische Hof, der ' 1C ^
Quelle alles dieses Unheils sei, reformirt werden müsse,“ — e jj^listlos verhallte jede Mahnung* gegen den verweltlichten lvleiderprun^Italien behauptete, wie in allen diesen Beziehungen, s° a j dieFrankreich, namentlich für England und Deutschland , Ge'
ltolle des Tonangebers. Spanien ward, zufolge der stren 0 ^ r t.achlossenhcit seiner Geistlichkeit, im Ganzen nur wenig ^ a 'de»Nach Deutschland aber hatte sich das Uebel schon vor e °^ hinJahrhunderts, zum Theil selbst bis in die kleineren Ivi rc l lS P^ r C p cca tiverbreitet. Bereits im Jahre 1494 sah sich unter anderem ^ei»Johan Pfoel veranlasst, der Geistlichkeit zu Budissin (Bautzen ) ^ ^ni-Sehreiben ihr „schändliches und ärgerliches Leben“, wie auc
in sein enl
1 So vorordnete unter Anderem Christian II. von Dänemark ^„neuen Gesetzbuche“ vom Jahre 1522: „Kein Bischof soll mit nie gedieh®oder vierzehn, und der Erzbischof mit nicht mehr als z wanzl ® e j n cn B e ‘ c 'reisen,“ und „wenn die Bischöfe hier im Reicho auf einen 8 ® e o ]] en sie re ‘jjntag, oder andrer Verrichtungen wegen zum Könige kommen, so s e Jl »nn f °j noder in ihren Subtils („ sublalares“) gehen, damit sie der gern e 18 ^ Tron 1111 ^anderen unterscheiden könne; und sie sollen keine Pfeifen ^ gel' 8 }vor Bich hergehen haben, wie sie bisher zur Schande der heilig 6 ” ge jn, , s .und ihre Röcke sollen nicht mit weiten Ermeln ve , rse p..,,jgch 6 ® elCsie bis auf die Erde herunter hangen.“ L. von ILolberg s 11Historie. 2. Auflge. 1757. II. S. 104 ff.