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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
Jahre. Gleichsam als hätten sie sich bis dahin auf ihrem selbständig® 1- ®Wege erschöpft und bedürften der Unterstützung, wandten sie sichdem mehr und mehr einer Nachahmung und ähnlichen GestaltungOrnaments zu, wie solches die Baumeister jetzt meist in eigenwiLaune, grillenhaft verzerrt (barock) genug, für ihren Zweck erfanden uin Anwendung brachten. Freilich gab es unter den Kunsthandwer^immer noch einzelne, welche Dem, zum Theil auch nicht ohne ^entgegen zu streben suchten; indessen ihre Zahl nahm ab. Unddie Geschmacksrichtung nun einmal nach dieser Seite hin neigte, ^sie in raschem Vollzüge in jeder Hinsicht bedingend und binden • ^
im Allgemeinen wesentlich nur noch darauf bedacht in Ueberhäufen^^Zierrathen möglichst malerisch zu wirken, schwand zugleich unterbenützung jeglicher, auch der willkürlichsten Formen, und der wac isVorliebe für eine der blossen Wirklichkeit entsprechende Darstellung ^Behandlung, das Gefühl für das feinere Kunstmaass. Ohne tieferge ien^Rücksicht auf Stoff, Zweck, Form und Verhältniss mischte man das ^schiedenartigste zu pomphaftem Eindruck bunt durcheinander. Di®dem übliche Verzierungsweise wurde, mindestens grossentheils, inSinne umgewandelt, nächstdem aber durch die neuen Zuthaten ungvermannigfacht. Diese Zuthaten bildeten, je für sich wiederum mfaltigstem Wechsel, einzelne Pfeiler und Halbpfeiler, die wie aus m e wc ^ineinander geschobenen Pfeilern zusammengesetzt erschienen; SäulenHalbsäulen von ähnlicher Form: Die Pfeiler und Säulen (nun aUC ^ a _einfachen) häufig ganz, inmitten oder halb entweder mit erhobenen^^besken geschmückt, ganz oder zur Hälfte cannelirt, und dann bi» ^
die Cannelüren ganz oder zum Theil mit Stabwerk oder sonstige 1- ^zierung gefüllt, die Schäfte nicht selten überdies, vornämlich die ^fächeren, mit abtheilungsweise darumlaufenden Würfeln odergelegentlich auch diese verziert; pfeiler- und halbpfeilerartigemehr oder minder reich geschmückt, die sich nach unten ^ e ^ r * er ^ a lbverjüngen; gewundene Säulen, längs der Windung inner- oder aus ^mit Laubwerk u. dergl. bedeckt; ganze Gruppen von menschliche^^anderweitigen Figuren, mehrentheils in vollständiger Rundung; nJ jteinfach oder zu mehreren neben- und übereinander gestellt, meingesetzten Figürchen; Giebel, in der Mitte unterschiedlich ausges® .mit abgeschrägter geradliniger und vielfach geschwungenerein - und auswärts gebogene, gebrochene oder geknickte ^ y er .schwülstige Verkröpfungen jeder Art; und endlich, vorzüglich a ^ urC b-mittelungsform der mannigfachsten Einzelgebilde, ein überaus reic j te ggebildetes, geradliniges und vielfach bogenförmig-geschweift be 18Rahmenwerk („cartuccia , Kartusche “) mit den unterschiedlichste ^zackten, ein- und auswärts geschwungenen, aufgerollten, gefa e