Gergth. Darstellungsform im Allgem.; Spanien (1500—1600). 813
■allerlei sonstigen Ausladungen, gemeiniglich in Verbindung mit kleinenehrlichen Darstellungen, Arabesken u. dergl. m. —
Die Verbreitung der Renaissance über die ausseritalischenoder vollzog sich weder durchweg gleichzeitig noch der Gestaltung** ac h übereinstimmend. Ueberall, wie in Italien , vor allem auf die Bau-ist zurück wirkend, fand ihr Einfluss an den bestehenden Formen einenso entschiedene als bedingende Begrenzung. Wo auch der neue Stylran 8, hatte er mit diesen Formen einen Kampf zu gegenseitiger Aüs-ichung einzugehen, welcher sich denn hier und dort, je nach Maass-hiel 6 '^ ler ^ us hildung, in eigener Weise äusserte. Ausserdem aber er-ger 611 6 ^ en J' ene Formen nebenher auch fast unverändert noch län-re Zeit, im Allgemeinen mindestens bis gegen die Mitte, vereinzelt® ar bis um den Schluss des sechszehnten Jahrhunderts.r . ^ uf °lge der vielfachen Beziehungen, welche Spanien und Frank-2 C l't Italien eng verknüpften, wurde die Renaissance nach dortdert SC ^ 0n Verlauf des letzten Viertels des fünfzehnten Jahrhun-ünd S Ertragen. In Spanien , wo seit Jahrhunderten die germanischender 1Ba(Ir ’ sc * aen Darstellungsformen theils nebeneinander, theils in beson-^ültn' e ' n ^ eit '' c ^ er Verbindung fertbestanden, gelangte der neue Styl ver-dies ISSInass % am frühsten zu einer Art von Mitherrschaft. Es betrafbald VOri vorn berein wesentlich die Verzierungsweise. Zwar wurde wohlauc b die Grundanlage und Masseneintheilung (Gliederung) davon», ’ indessen äusserte sich dies vorerst in nur sehr beschränktem
* n ierh ' aUssc nü ess hch in der Baukunst, und auch hier nur merklicher«rlije]^^ w<? ^liehen Bauwesens. Die Verzierungsweise dagegen*ü'h i- ^ e * c '' überhaupt eine durchgreifend neue Richtung. 1 Es mischtenMaisch ant 'k' s ' ren( ^ en Zierformen mit den schon an sich überreichen ger-ein ein en ,ln d maurischen Formen in gleichsam iibermüthigem Spiel zudo c jj / ast überschwenglichen Reichthume von seltsam phantastischer,^anz c Sltlilf ' Cl ' un S emc 'n reizvoller Wirkung. Hierbei bewegte sich daszi Cr jj auch bei beträchtlicher Ausdehnung, in den mannigfachsten undins Rj ? Gn Finzelgebilden, zumeist in • durchbrochener Arbeit selbst biscin ei . ller ? estaJt sorgfältig ausgeführt, dass es nahezu den EindruckGoldschmiedearbeit, wie der von Filigran, machte (vergl.•des sw ; F‘g. 319). Diese in ihrer Art einzige Verzierungsform, welcheStyl« ^ en ailc h in der Baukunst der „Platereske (oder Goldschmiede-)tvie 8e ge " annt w urde, fand gleich in den verschiedenen Kunsthandwerken,gan 2en vJ 5 * n ^ er Geräthbildung, einen besonders günstigen Boden. Ihremesen «ach recht eigentlich zu einer Ausführung in Metallguss,
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Caveda. Geschichte der Baukunst in Spanien . Uebersetzt vonU - Kuglcr. S. 235 ff.