Geräth. Lebensweise (d. Haus); Italien , Span., Frankr. (1500—1600). gfg
^ßientlich auch des Grundbesitzes, lernte sich der Besitzende in denr enzen seines Bereichs immer entschiedener als Herrscher fühlen, sicharm nach seinem Gefallen, Willen und Vermögen frei zu bewegen,^sichtige Förderung von „Haus und Hof “ und seiner vieltheiligen Zu-sammengehörigkeit als „Stadt“ zu ungestörtem, behaglichem Genuss in^wichst mannigfach wechselnder Form, ward in verstärktem Grade dasJ J a gleichsam die allgemeine Losung. Das eine wie das anderelle lt ein, je nach seinen Bedingnissen kräftiger individuelles Gepräge.
, In Ital ien, wo in Folge des Handels und vielseitigst reger Gewerb-atigkeit vornämlich in den grösseren Städten ein reiches Bürgerthumha an< ^’ W ° S e > st H c he und weltliche Fürsten, die höheren Stände überrq ^> als Träger der Kunst und Wissenschaft fortfuhren, diese zume ®eingut zu machen, und wo ausserdem selbst die Kirche in ihrerg . ® n Zerfahrenheit recht eigentlich zur Sinnlichkeit hindrängte, wandtelieh ^ aS ^ ussen ^ e ^ en > auch unbeirrt von den Kriegswirren, einem mög-en Vollgeniessen in rasch wachsendem Maasse zu. Wie jene Stände° n seit lange nicht allein in bloss äusserem Aufwande, sondern zu-®ich 11 * n künstlerischer Verschönerung des Daseins wetteiferten, so theiltesn ^ en übrigen Ständen mit. Die Höfe der Päpste, wie insbe-
"'vie ^ *^ e ^ u ^ us uud Leo’s X., und die einzelner weltlichen Fürsten,ger V ° r a ^ em der Mediceer, waren und wurden Vorbilder, denen Jederjj Uaclizuleben strebte. In reicher begüterten Grossstädten, wie in^ Neapel, Florenz, Mailand, Bologna, Genua, Venedig ,gerne -6 S ' C ^ c ' n solcher Zug, nach Verhiiltniss, bis zur Verall-Üchk ltlerun g aus. Dazu kam die dem Italiener eigene freiere Beweg-tin 6l *’ Was d em Ganzen überdies den Stempel einer mehr heiterenLeb ZWun & en heit aufdrückte. In Venedig vorzugsweise gewann dasD hei aller Strenge, mit welcher es überwacht wurde, zunehmend anoller Frische und künstlerisch durchgebildetem Glanz.
Hier Ca ° n anders verhielt es sich in Spanien und in Frankreich .c hen llnt * d° r l blieb das Aussenleben in den beiden Richtungen, in rvel-s hen 6S Sich b ei den vornehmen Ständen und beim Bürgerthum äusserte,s lati(f er ^ esc ü' e den. Zwar fehlte es auch in diesen Ländern beim Bürger-^ältn -6 an Reichthümern, indessen, wie sich hier einmal die Ver-h e it s l$Se T °Hzogen hatten, bewegte sich dieser Stand seit lange gewohn-ztir ac üflich auf einem Boden, der eine Annäherung an jene Stände bisstraff Tunlichkeit erschwerte. In Spanien , wo die Geistlichkeit ind etn 6r . er ^usammengezogenheit jeder etwa freieren Abschwankung vondi es a '^gefahrenen Geleise unabweislich entgegenwirkte, bildete sichHing ° C Sc hroffer aus. Die volksthümliehe „Grandezza“ in ihrer Steige-H et ^ aill entlich unter den höheren Ständen, trug das Ihrige dazu bei.e *j dem eitlen Bestreben sich im Glanze des Hofes zu zeigen,