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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
zog sich um den Herrscher fester zusammen. Alle Vornehmheit nndPracht vereinigten sieh fast ausschliesslich am Hofe, oder aber bebautenda, wo sie demselben ferner standen, in stolzer Abgeschlossenheit utraten hauptsächlich nur dann hervor, wenn es galt dem hohen »eg 1von der eigenen Person zu genügen. Ganz dem höchsten Adel ähn i >in der gleichen Anschauung befangen, suchte sich der minder beguund niederere Adel zu betlmtigen. So aber griff nun bei diesem, > nsteigendem Maasse, eine Art von Sch ein-Prunk um sieb. Der Bürgerstand, da ihm weder Grund noch Gelegenheit gegeben ward sich De®irgendwie anzuschliessen, setzte seine Gewohnheiten fort und verblieb 1 ®Ganzen, sieh dem überdies volkstümlichen Hange zur Gemächhc«überlassend, bei seiner herkömmlich einfachen Weise. Ueberhauptmoehte der Spanier, bei der in ihm nur gering entwickelten Keigung .häuslichem Verkehr, mit dem „Haus an sich“ kaum schon einen b oli ^Begriff als nur den einer festen Schutz- und bequemen Ruhestätteverbinden. Jeglicher Prunk, den allerdings auch der Bürgerstandlegentlich zu treiben pflegte, entsprang eben vorzugsweise einerseits adem persönlichen Stolze sich nach Aussen ein Ansehen zu g eü jandrerseits aus Bequemlichkeit. Und somit äusserte sich der Am"’auch allgemeiner in der Art des ausserhäuslichen Auftretens, in C11
meist überflüssigen Zahl von Bedienten, zugleich als Begleitern, dennder Ausstattung des häuslichen Bereichs. , ^
In Frankreich wurde bei der grösseren inneren Beweglichkeit^Volks, zufolge der sich freier gestaltenden äusseren Verhältnisse,Annäherung der Stände mannigfachere Gelegenheit geboten. So n alieh in den grösseren Städten, wie vor allem in Paris , wo ein viereger Verkehr und die immer weitergreifende Steigerung der Bedur ^beständig darauf hin wirkten. Die vorwiegend weltliche, sinnlich rclZ ^
Richtung, welche Franz I. verfolgte und künstlerisch zu verecleln kj 3 ® ^blieb, kam dem dafür leicht empfänglichen Volksgeiste schmeieneentgegen. Ohne auch wohl schon durchgängig gerade für daslerische ein tieferes Verständnis zu erwecken, übte sie doch ihren ^fluss aus. Und wenn auch das Volk im weiteren Sinne bei seinen ^wohnheiten noch verblieb, wurde es nichtsdestoweniger genöthigt^^Gebühren des Königs und seines Hofs als mustergültig zu betiaDem Könige strebte, soweit es eben Bildung und Mittel zuliessen)begüterte Adel nach, und diesem das reichere Bürgerthum. Den Ziebildete, wie beim Könige der Palast und beim Adel das Schloss,^haupt das Haus als solches in seiner gesammten Ausstattung-
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1 ^ergl. B. de Brantöme. Hommes illustres I. S. 267; S. 268»
V. Carlois. Memoires de la vie de Francois de Scepeaux de ’ iei
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