ß- GerSth. Lebensweise (d. Hans); Nieder!., Deutsch !. (1500—1600). g21
®örgerstand freilich vermochte Dem verhiiltnissmässig nur langsam zugen. Einmal an seine ihm bis ins Einzelne anbequemte Stätte ge-11 en i ward es ihm, auch abgesehen von seinen weit geringeren Mitteln,
80 schwerer sich in diesem Punkte zu fühlbaren Neuerungen zuentschlossen. Immerhin aber wurde nun dieser Stand von Oben herabar auf hingewiesen, und so, ihm selbst unbewusst, in die neue Rieh-
ÜD g hineingezogen,
Nicht länger als bis zum Aussterben des älteren Geschlechts, bis
®gcn die Mitte des Jahrhunderts, hatte beim Bürgertlmm überhaupt das
erkömmliche mehreren Bestand. Von da an begann sieh das Be-® ßn 68 ^ r ° rne ^ men > wie in Allem, so auch in Betreff des Hauses
seiner Ausstattung je nach Verhältniss ähnlich zu thun, in raschs ^ e lnieil dem Umfang zu äussern. In baulicher Hinsicht allerdings konnte
c dies der Sache nach, auch abhängig von den städtischen Beding -' en > nicht so schnell vollziehen; in Anbetracht des Geräthliehen aber»iss Gem ’ bei ’ m Uebrigen genügenden Mitteln, kein äusseres Hinder-bacl etlt ® e £ eri ' i^ as Alte wurde als nicht mehr bequem, als altfränkisch,d en ' Unc ^ Ilac 'i' verworfen, thunlichst durch das Neue ersetzt, und somitm weiterem Verfolg, gewissermassen von Innen nach Aussen, eine^^^^b'owandiung bewirkt. Eine allgemeinere, je nach Rang, Standgen ern *dgen abstufungsweise Ausgleichung jedoch, trat im Grundenainen erst nach Beendigung der Wirren, unter, Heinrich IV. ein,atj ' ^ aun freilich auch wiederum ein in prunkender Schaustellung un-
e *oessenes Ueberheben anfing.
Alt 1C ^* e( ^ er ^ an der fühlten sich ihrer ganzen Wesenheit nach seitGcer\ S ° ds e,n Aolk geeinjgt, dass bei ihnen die Anschauung von, Ulr ' , 0n derung der Stände kaum eine tiefere sein konnte. Wohl eben' v ähr il)S ° fein i,He herrsch er und deren Hof aus Fremden bestand, wie^ er steifen burgundisehen Herrschaft und des spanischen Regi-tre bnte * Ca,llltCn sie c ' ic eine Sehranke, die, welche sie von diesem Kreisfischen dem einheimischen, wenn auch noch so altem Adel,
«ei). ^ ni heimischen Biirgerthum herrschte, bei gegenseitiger Schätzung,ßürgJ^'if 6 eiIie un gezwinigeneve, freiere Gegenüberstellung. Der imI angßg,' Uln Ver hreitete Reichthum hatte dazu mitgeholfen. So mit dem^ r ei| >e a . ttl . ltl ^ eri Adel stets in engerem Verkehr, welcher sich durch denI herein' !■ pf nur ,,oc h fester zusammenzog, war dem Bürger von vorn-
gleiehm=‘ eGeIegenheit geboten, sich mit jenem in jedweder RichtungI a Uch c )jg SS ^ er f° r thilden zu können. Wie in allem hielt zwischen ihnenauch ei" ^bildung des „Hauses“, sowohl seinem tieferen Begriffe, alsInn 0 '™ lmci Ausstattung nach, verhiütnissmässig gleicheren Schritt.bäh etUn eetseliland lagen die Standesverhältnisse mindestens an-g^weise ähnlich. Aueh hier waren die einzelnen Stände bei