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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
■der Mitte des Jahrhunderts anfingen sich auch nach diesen Seiten hmselbständiger, freier zu bewegen (vergl. S. 823).
So innerhalb der einzelnen Länder verschiedentlich gestellt, begannsich zwischen der Ausübung der Künste im engeren Sinne und derKunst- und sonstigen Handwerke, die unter ihnen anschauungsweise sei* 011vorbereitete Sonderung (S. 460) immer fühlbarer zu vollziehen. In Itall enhatte sich eine solche Sonderung, zufolge der bestehenden künstlerischenVerhältnisse, aus diesen selber herausgebildet. Die Stellung, welche h' erschon seither der Kunst und damit zugleich ihren hervorragenden ^ ertretern eingeräumt war, und wie solche dann namentlich in dem Verhaltenselbst einzelner Päpste, wie Julius II. , Leo’s X. u. A., gegen Künstle* - »wie Raphael, Michel Angelo u. s. w., zu höchster Auszeichnung ®*P e ^hatte dafür den Ausschlag gegeben. Nicht viel anders aber warStellung, welche den Künstlern nunmehr auch in Frankreich , wie duFranz I. unter anderen Leonardo da Vinci, Tizian und BcnvenCellini angewiesen ward, ja ganz ähnlich das Verhältniss, in weidie Künstler fortan auch in Deutschland , wie durch Maximilian
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land, wie durch Heinrich VIII. vorzüglich Hans Holbein , ^ etraC j C |, eund geehrt wurden. — Die Kunst ward in steigendem Maasse als so ^in ihrer wahren Bedeutsamkeit tiefer erkannt, und, gegenüber dem ^nur bestimmten Zwecken dienenden kunsthandwerklichen Betrieb,ihrer selbst wegen geschätzt. „j.
Diese allgemeinere Erhebung der Kunst in der Person des k uBlers über den Begriff des Handwerklichen trug denn aber wie ^wesentlich dazu bei, nun auch das Handwerk als solches in seganzen Umfange mehr und mehr auf sich zu verweisen, ja ihm a ^ in ‘ ^geradezu das zumeist geeignete Mittel zu höherer Entfaltung zu entziDie Künstler, erst einmal aus der engeren "Verbindung mit dem ^werke gerückt, fanden zunehmend weniger Veranlassung oder Besich für dasselbe, oder gar noch in ihm zu bethätigen. Und schon ^nach der Mitte des Jahrhunderts vollzog sich dieser Bruch bis Zl1 ^■Grade, dass sich das Handwerk gedrungen sah, wollte es nicht diebilder, welche es der Kunst verdankte, nur beständig wiederholen»
einzig aus sich heraus zu erfinden. So lange im Handwerk die jalieferung lebendig war, bot diese dafür wohl eine Stütze. Doch s _‘ er gauch sie, zugleich mit den älteren Meistern ab, also dass das ?a rtGeschlecht denn eben nur noch dem zwingenden Zuge der Ue o e pjjtzu folgen vermochte. Fortan vor allem darauf bedacht, diesem jU jje
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möglichst grossem Gewinnste nur obenhin Rechnung zu tragen, ra3 clibereits im Einzelnen begonnene Massenverfertigung (S. 460) 111