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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
„Kunstbüchern“ Herausgaben. Dasselbe war in Deutschland der Fall,jedoch gleich seit Beginn des Jahrhunders, auch von vornherein unterBetheiligung anderer, meist ausgezeichneter Künstler, wie Albrecht JKrcr,Albrecht Altdorfer , Ludwig Krug, Johann Aldegrever, Hans Bcham>Hans Jannebach u. s. f. Auch hier blieben die Hauptwerkstätten nochdauernd Nürnberg, Augsburg und Ulm , daneben sich nun aber all'mälig Cöln am Rhein, Frankfurt am Main, Prag, Wien und späterDresden zu ähnlicher Bedeutung erhoben. Bereits zu Anfang desJalU'
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und folg, angelegen sein, den Betrieb durch strengere Regelung seinerseitherigen Verordnungen zu kräftigen. Seine vorzüglichste Förderungindessen fand derselbe, gleichermassen wie in Italien und Frankreich , 1der fortgesetzt steigenden Neigung der Vornehmen und, gerade in Deutsland, auch des begüterten Bürgerstandes, für derartiges kostbares Gera ^Als im Jahr 1548 (der spätere Churfürst) August von Sachsen mitdänischen Prinzessin Anna zu Torgau sein Beilager hielt, wurdender Hochzeit die Speisen in silbernen Schüsseln aufgetragen, zu _Verfertigung der Churfürst Moritz nicht weniger denn vier CentnerSn >im Werthe von vierzehntausend Gulden, den Goldschmieden hattewiegen lassen. Und als Kaiser Siegesmund in Polen im Jahre 1sich mit der Prinzessin Constantia von Oestreich in Krakau verheirat ’schenkte er dieser ein Gedeck von Gold, von welchem das zum Wasder Hände bestimmte Becken nebst Giesskanne vierundzwanzigwog, und die Arbeit daran für sich fünfundzwanzigtausend Guldentrug. 1 Freilich zählten diese Fälle, und ähnliche derartige Vorkonisse, stets zu den selteneren Ausnahmen. Von den zahlreich beru iGoldschmieden waren mit die berühmtesten Wentzel und Albrechtnitzer in Nürnberg. Ersterer, geboren zu Wien im Jahre 1508, % ^
ben 1585, wurde Hofgoldschmied Karls V. } Ferdinands I.,und Rudolfs II . „Sie arbeiten beede“ — wie ihr Freund A eU 0 ^berichtet 2 — „von Silber und Gold, haben der Perspectiv und hin s ®^ er ,einen grossen Verstand, schneiden beede Wappen und Siegel m■Stein und Eisen, sie schmelzen die schönsten Farben von Glas, un ,das Silber Ezen am höchsten gebracht; was sie aber von 1 u ^Würmlein, Kräutlein und Schmecken (Blumensträussen) von Silberauch die silberne Gefäss damit zu zieren, dass ist vorhin nicht e ^worden, wie sie mich dann mit einer ganz silbernen Schmecken v0 * re j,jetley Blümlein und Kräutlein also sübtil und dünn gegossen, ^ ^ aS shaben, welche Blättlein, wie vorgedacht, also sübtil und dünn 8elD ’
* A. Berlepsch. Chronik der Gold- und Silberschmiede S. rB (hc r '
2 Johann Neudörfers Nachrichten von den vornehmsten Kdnsausg. von F. Campe) S. 33,