II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
Goldarbeiter Jorg Staub in München , ‘ von welchem Schi)feistemebenfalls noch einige "Werke erhalten sind. ^ __
Auch den Eisenschmieden und Schlossern, den L U P schmieden, Bronze- und Zinngiessern blieb zufolge der aucdiesen Zweigen erreichten technischen Vollendung kaum noch Weiterevergönnt, als sich durch eigenen Geschmack und Geschicklichkeit hervorzuthun. So aber erhoben sich allerdings auch auf allen diesen De 1je Einzelne von besonderer Begabung, welche Trefflichstes leisten,so auf das Ganze zurückwirkten'. Neben den wachsenden Bethätigu 0für den gewöhnlicheren Bedarf, denen dies mit zu Gute kam,das Bestreben die zahlreichen, anderweitigen Gegenstände, welche wder Verannehmlichung und dem Schmucke bestimmt waren, über ^blossen Zweck hinaus, demgemäss reicher zu gestalten, wenn auch niegerade an innerer Kraft, doch bedeutend an Ausdehnung. In Folge e» ^wurden hauptsächlich die für sonstige Metallarbeiten angewandtenzierungsmittel, so das Schneiden, die Gravirung, das Nielliren, diedie Damasquinerie, das Aetzen u. s, w., nun auch von mehreren .Gewerbe theils aufgenommen, theils noch umfassender verwerthet (£>• ’
S. 454). Die Eisenschmiede, und so auch die Schlosser, e '“ n * er _sich diese Verfahnmgsarten zur Ausstattung aller der von ihnen gfertigenden Zierarbeiten theils zu höchster Vollkommenheit am g _hierin seit länger Italien, vor allem Mailand und Venedig , meistgezeichnetes lieferte, bemühte man sich alsbald überall nachzuahmcn^^womöglich selbstschöpferisch zu überbieten. An Gelegenheit dazues nirgend. Sie bot sich in dem fortdauernden Gebrauch von e ' s ,Geriithschaften, der überdies beständig wuchs und mit deren reic ^Durchbildung gelegentlich selbst zur Liebliaberei ward, in vielseitig 6Maasse dar. Immer beliebter wurden nun, zu den schon seithci ^begehrten eisernen schmuckvollen Kästchen, Koffern, Truhen,leuchtern, Lichterständern, Fackelhaltern, Feuerböcken und Besci a 8 ’ganz eiserne reich verzierte Tische, Stühle, Schränke oder »' OW ^Schlösser, Schlüssel u. s. f. So wenig schon vor dieser Zeit für diefertigung von derartigen künstlicheren Arbeiten das blosse Scumausreichte (S. 414), um so weniger war dies der Fall, als sich die ^spräche vermehrten. Um dem völliger genügen zu können, ’
die Schmiede genöthigt in ein ähnliches Verhältniss zu wirklichen v ^lern, wie Bildnern, Ciseleuren u. A. zu treten, wie die SchreinerBildschnitzern, oder, wie dies auch bei letzteren ausnahmsweise statt 1Beides in sich zu vereinigen. Dies freilich war aber nicht JedeiSache. Und so kam es, dass die Schmiede, welche dem nicht g eW£!C
i A. Berlepsch. Chronik der Gold- und Silberschmiedekunst S.