II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
.850
mit heranzog, sondern sogar vorherrschen Jiess. Mit der Verringerungdes inneren Werths verminderten sich die Bestellungen, bis dass d ennauch dieser Betrieb zu einer bloss handwerklichen Bethätigung verilacund sich schliesslich nur noch in Verfertigung von gewöhnlichen Nützüchkeitsgeräthen zu äussern vermochte. Auch lieferten zu Ende des Jahunderts hauptsächlich nur noch solche Geräthe die inzwischen entstan^
und auf
Corfu. — Neben der Majolica-Arbeit setzten sich die Versuche fort) einedem (chinesischen) Porcellan gleiche Masse herzustellen. 1 Indessen ^sehr man sich bemühte, wollte es nicht völlig glücken. Und noch unFranz von Medieis (1574—1587), welcher die Sache ausnehmend unterstützte, gelang auch den eifrigsten Bestrebungen des Bemardo i itn„Buonlalenti “ immerhin nur eine dem ähnliche Masse, das soge nnn ^„Porcellan de Medieis “ zu erfinden. So auch blieben die gleichenmühungen noch anderer Fürsten ohne weiteren Erfolg. Alles wasin dieser Hinsicht, vornämlieh zu Pesaro erreichte, beschränkte sich,früheren Ergebnisse kaum schon wesentlich übersteigend (S-. 457), a ^Herstellung eines dem wirklichen Porcellan nur äusserlich entsprec ^den Steinguts („Faience “), welches zum Brennen und Verglasen c ,l,chohe Glühhitze forderte, dass es keine anderfarbige Verzierung aUKobaltblau gestattete. — Gegen Ende des Jahrhunderts begannbegründet durch Peter Fondi, zu Venedig und auf Corfu aUC r _hochalterthümlichen bemalten Vasen, welche in Campanien gefundenden, mit vielem Geschick nachzuahmen, wodurch denn das Sammelnsolchen Gefässen stark beeinträchtigt ward. . .
Nächst Italien machte Frankreich die bedeutendsten FortseObschon die Verfertigung von gewöhnlicherem Steingut („gres-eeea ^erst zu Anfang des Jahrhunderts an Ausdehnung gewann, warddoch nun von vornherein so gewandt und mit solchem Geschmactrieben, dass sie sich in kurzer Frist zum Kunsthandwerke erhob. ^war dies ganz besonders der Fall in den Werkstätten zu Beau
° 1 [jVOOr
Savignies. Avignon und später in denen von Rouen unuvon welchen jede Eigenes von vorzüglichster Güte lieferte. 8ie sa
lieh fertigten allerdings den Zwecken nach übereinstimmend die c j Bfachsten Gerätschaften, worunter neben flacheren und tieferen ^
oder Näpfchen grössere Kannen und Henkelkrüge den ersten Ua n o u „dhaupteten; indessen zeichneten sich die Geräthe von Bcauvai ^von Savignies durch erhobenere Bildnereien und durch grünenbraunen Firniss, die von Avignon durch Kastanienbraun und emc
ClU'
d?
i Vergl. im Allgem. A. Jaequemart et Edm. Io Blant. Ilisto’re^^^^^