B. Geräth. Kunsthandwerke etc im Allgem.; Töpferei (1500—1600). 853
a er, es dem Meister gleich zu thun, wie solche vornämlich in HollandNrid im südlichen Frankreich gemacht wurden, blieben, ungeachtet dassre Ergebnisse mehrentheils den Vorbildern täuschend ähnelten, ohnegenügend ergiebigen Erfolg, so dass auch diese Bethätigung zu gewöhn-lc er Handwerklichkeit verfiel.
Deutschland und den Niederlanden kam man, wenigstensVorerst noch, über die Verfertigung von eigentlichen Steingutwaaren! C .*■ um Vieles weiter hinaus. Indessen nahm nun dieser Betrieb nicht®*n beträchtlich zu, vielmehr entfaltete sich auch rücksichtlich der Form-andlung im Ganzen wie im Einzelnen immer reicher und vielgestal-^ger. Di e Hauptwerkstätten blieben die früheren, vor allem Delft und°lr> am Bhein, daneben sich alsbald Nürnberg , folgends Strehlader Elbe in Sachsen und Bayreuth am Main erhoben. Der Aus-r von Delft nach England schloss sich Cöln in rasch wachsendeman ge an, so dass zwischen beiden Städten ein reger Wetteifer er-aten Wft rd (S. 457). Holland , wie Delft insbesondere, lieferte nach^ Vor fast ausschliesslich gelblich weisses Geschirr ohne Firniss, Flan-kt* 1 ZUß teist blauglasirte und Deutschland , wie seither ausserdem,d ei . Une Utl< ^ g raue eintönige, und verschiedenfarbige Waare. In Anbetrachter Verzierungsweise schritt man in der überall ziemlich gleichartig be-Eül] Gnen ^' c ^'^ un S ’ n gemeinsamer Uebereinstimmung zu wechselvollererV ° r ‘ Dortfahrend die Verzierungen vor dem Brennen je besonderspre Mer Stempeln aufzudrücken oder nach vorangegangener Aus-Hritej. Un ^ > n Formen aufzulegen, wählte man dafür, nach dem Zweck,Cr Deibchalt von Wappen, Figuren u. dgl., namentlich seit den vier-bot^ ^ a ^ ren > die verschiedensten Ornamente, wie solche sich eben dar-sicl^ n i lln ^ l * cr Zeitgeschmack forderte. Nächstdem aber versuchte mandtir-K *-' C " ri< ^ da sc h°n frühzeitig in Herstellung einer theilweisen und> vielfarbigen Glasirung von möglichster Leuchtkraft unddies'^ wal dies vor a heni in Nürnberg der Fall, wo sich in
jjü n m ^ ac he bereits vor dem Jahr 1540 der in Glasmalen und sonstigenschi p k te " berühmte Augustin Ilirschvogel (gest. 1560) mit grossem Ge-j ähr C betätigte. 1 Die Behandlungsweise hatte er während eines mehr-z °g ^ u ^ en ^ha]ts in Venedig gelernt, wohin er mit einem Hafner
da 6ine Werkstatt gründete. Als er nach Nürnberg zurückkehrte,
Oeffcn^tr C 61 v ' c ^ hunst in Haßnerswerken mit sich, macht also Welschegosset« rU ^ " ni ^ Dilder auf antiquitetische Art, als wären sie von Metallgleich H- ^ ar| derwcitigem Verfolg eines derartigen Betriebs nahm zu-ün gein ^ ^ r ° Sst bpferei, vorerst hauptsächlich in Deutschland , einenCüen Aufschwung. ■ Sie stellte sich zunehmend höhere Aufgaben
1 Job
®nn Neudörffers Nachrichten etc. S. 44.