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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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Gerätb. Kunsthandwerke etc.imAUgem.; Stickerei,Lederarb. (15001600). 857

^ü'de, erfuhr nun die Teppichstiekerei, durch den -wachsenden Ge-ntack auch dafür, eine ausnehmende Förderung. Es war dies ziemlichJ**' der Fall, zunächst jedoch in Italien und sodann, von hiert) Frankreich , wo bei der Prachtliebe Franz I. gerade diesee hätigung schon bald im grössten Maassstabe betrieben ward. Da imZin^ 6 die ^ u ^ er des Königs, Louise von Savoyen, eines ihrermer einrichtete, fertigte man einzig zu dessen Ausstattung zweihundert2 ie^ n S riin <m Sammet und eine Fülle von Gold- und Silberstoff, ausge-mit nicht weniger denn zweiundneunzig Darstellungen aus der Ge->cite und den Hirtengedichten, derGeorgica des Virgil ; hierzu^Warf die Zeichnungen für die Bilder Matthieu Luazar und für dasQ^ eSl<en ' ur| d Blätterwerk, welches die Bilder einrahmte, Barthelemyyeti. Als ausgezeichnete Kunststicker galten Catharina CantoniMailand (gegen 1590), Hieronymus Cicogna zu Florenz , Doro-Lid ^ roma ^ ar ^ zu Venedig , Thomasa Fiesca zu Genua (starb 1534),°vina Peregrina zu Mailand (gegen 1580) lind Nicola VenezianoKoni (1535); Fruchtei und Hans Menzinger (1575), Lienhard0ssncr , Wilhelm Lindner, Sebastian Wachner, Jean de Verdun, insge-2 . rnt zu München thätig, und Bernhard Müllner in Nürnberg Ort Letzterer (so erzählt Neudörffer )wurde allhier und andere

den 6n e ncn S T0sseTt Künstler gehalten, hielt feine Gesellen, unteralao en War einer Petrus dem lerent ich lesen und schreiben, der warm dieser Kunst geübt, dass er auch mit Seidenstücken die Menschenhelf^ 6 ^ 6 * und dieweil die Weibsbilder zu diesen Handel auch habene jj l? n können, kan' ich nicht unterlassen, Ihnen ihres Fleisses halben einp r es CredUchtniss zu schreiben, dann vor Jahren sind die ErbareSe hr n" a ^ e ' n n Seidenstücken, sondern auch in Teppichmachen] a un d geschickt gewesen, wie dann derselben Teppich, Bank-

ßefti ,i^ SS u,| ö Rucktücher, noch viel bei den alten Erbare Geschlechternfrüh" en . Wer den. Die gepresste Lederarbeit, wenngleich seit^/'elfach betrieben (S. 415) kam als Ersatz von Teppichwerk inhie Ss ^ ere m Maassstabe doch erst jetzt in Aufnahme. Zwar gab esb Uluf ,U . , <la bereits um die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts gepresste,in Ledertapeten, indessen zählten solche zu dieser Zeit, ja selbst

Unj sonst so betriebsamen und prachtliebenden Venedig noch

d etta ? Zu ^en seltnen Ausnahmen. 1 Seit dem Beginn des Jahrhun-ln essen bildete sich dieser Zweig schnell zu bedeutendem Umfangeuad nun ziemlich gleichmässig in den Niederlanden , in Deutsch -

aus

1 F V

J . BurctV itu e ler - Gesch. der Baukunst IV. (Die Renaissance in Italien von(GIosbo;, N ardt ) 8. 265. Vergl. M. de Laborde. Notice des Smaux etc. II.Te > s - 240 ff.