Gerätb. Kunsthandwerke etc.imAUgem.; Stickerei,Lederarb. (1500—1600). 857
^ü'de, erfuhr nun die Teppichstiekerei, durch den -wachsenden Ge-ntack auch dafür, eine ausnehmende Förderung. Es war dies ziemlichJ**' der Fall, zunächst jedoch in Italien und sodann, von hiert) Frankreich , wo bei der Prachtliebe Franz I. gerade diesee hätigung schon bald im grössten Maassstabe betrieben ward. Da imZin^ 6 die ^ u ^ er des Königs, Louise von Savoyen, eines ihrermer einrichtete, fertigte man einzig zu dessen Ausstattung zweihundert2 ie^ n S riin <m Sammet und eine Fülle von Gold- und Silberstoff, ausge-mit nicht weniger denn zweiundneunzig Darstellungen aus der Ge->cite und den Hirtengedichten, der „Georgica “ des Virgil ; hierzu^Warf die Zeichnungen für die Bilder Matthieu Luazar und für dasQ^ eSl<en ' ur| d Blätterwerk, welches die Bilder einrahmte, Barthelemyyeti. Als ausgezeichnete Kunststicker galten Catharina CantoniMailand (gegen 1590), Hieronymus Cicogna zu Florenz , Doro-Lid ^ roma ^ ar ^ zu Venedig , Thomasa Fiesca zu Genua (starb 1534),°vina Peregrina zu Mailand (gegen 1580) lind Nicola VenezianoKoni (1535); Fruchtei und Hans Menzinger (1575), Lienhard0ssncr , Wilhelm Lindner, Sebastian Wachner, Jean de Verdun, insge-2 . rnt zu München thätig, und Bernhard Müllner in Nürnberg Ort Letzterer (so erzählt Neudörffer ) „wurde allhier und andere
den 6n e ’ ncn S T0sseTt Künstler gehalten, hielt feine Gesellen, unteralao en War einer Petrus dem lerent ich lesen und schreiben, der warm dieser Kunst geübt, dass er auch mit Seidenstücken die Menschenhelf^ 6 ^ 6 *’ und dieweil die Weibsbilder zu diesen Handel auch habene jj l? n können, kan' ich nicht unterlassen, Ihnen ihres Fleisses halben einp r es CredUchtniss zu schreiben, dann vor Jahren sind die ErbareSe hr n"• a ^ e ' n ’ n Seidenstücken, sondern auch in Teppichmachen] a „ un d geschickt gewesen, wie dann derselben Teppich, Bank-
ßefti ,i^ SS ” u,| ö Rucktücher, noch viel bei den alten Erbare Geschlechternfrüh" en . Wer den.“ — Die gepresste Lederarbeit, wenngleich seit^/'•elfach betrieben (S. 415) kam als Ersatz von Teppichwerk inhie Ss ^ ere m Maassstabe doch erst jetzt in Aufnahme. Zwar gab esb Uluf ,U . , <la bereits um die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts gepresste,in Ledertapeten, indessen zählten solche zu dieser Zeit, ja selbst
Unj sonst so betriebsamen und prachtliebenden Venedig noch
d etta • ?’ Zu ^en seltnen Ausnahmen. 1 Seit dem Beginn des Jahrhun-ln essen bildete sich dieser Zweig schnell zu bedeutendem Umfangeuad nun ziemlich gleichmässig in den Niederlanden , in Deutsch -
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