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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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B. Geräth. Häusliche Einrichtung; Italien (1500—1600).

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Au h'^ ausserer Ausstattung den höchsten Grad der Pracht erreicht.n j ® ward von ihr was ihr einmal eignete, soweit darauf die neue Lehredem entsc * le *dend zurückwirkte, tlieils unverändert beihehalten, theilsder « nCUen nur langsam und vereinzelt angepasst. In Anbetrachtgann !* ssta * tun 8 s ' ve ' se e l )en nach dieser Geschmacksrichtung hin be-oder ^ Cr ^ em we ltlichen Verkehr gewidmete Raum, wie der Palastfort^ Un Weiteren Sinne, das Haus, mit der Kirche zu wetteifern, jasei) 311 ^' eSe ,Ue lln ^ C * tt & e * e " ent l>ch selbst zu überbieten. Ganz abge-kir n- V ° n t ' em Einflüsse, welchen die neue Lehre ausübte, indem sie dende r * '. C ^ en Pi'unk vereinfachte oder gänzlich aufhob, machte sich einr . ^ rtl £ es Verhältniss zunehmend nach allen Seiten geltend: Wie diein 1° ^ at * ,e dralkirche vom Herrscherpalast überboten ward, dem ähnlich,v on ?* e '£ cn dcm Grade, auch die kleinere Stadtkirche, die Kapelle u. s. f*insh 6111 bürgerlichen Wohnhause. Auch darin ging Italien voran,übe eS0n< ^ ei 'e aber Venedig , dessen Rcichthurn sich ja seit lange fastg ( ,j ) r a ^ e Stände erstreckte. Hier vor allem, wo sogar „der perfecte0 8ka pitän seine Kajüte mitllolzschnitzwcrk, Vergoldung und reicherw . e verlangte, 1 gewann die wohnräumliche Ausstattung alsbald inester Verbreitung das Gepräge von ebenso üppiger als künstlerischgebildeter Pracht. So von den Vornehmsten herab bis zu denWej C ' Cn »Coftigianm“, welche sich gerade in diesem Punkte vorzugs-ja IS ?i b ei 'vorthnten. Denn — so berichtet Garzonus von ihnen 8 — „damit„ es r echt köstlich zugehe und ihre getreuen Liebhaber desto frei-aiiscr öCl SlC ^ 0n viesen, muss in ihren Häusern alles auf das schmuck vollsteLp- öe - tattct se ' n; für Bett mit seidnen und goldnen Umhängen, dieund" von feinstem Gewebe, die Bezüge der Kissen aufs stattlichste<pj, os tbarste vernäht und gestickt, die Stühle prächtig überzogen, dieUj.. e mit den allerschönsten türkischen Teppichen bedeckt, die Ge-ler r mgsum mit Sammet oder mit goldenen Stoßen behängt, die8 lelh° r ^° ( ' er °^ ene Wandschränke) mit kunstvollstem Silbergeschirr be-der r 'r^' e ^ r ‘ ese üppigen Gemälden geschmückt, die Wände (über„ nd e PpichVerkleidung) mit Blumen und mancherlei Laubwerk bemalt,d Ur . ^ Haus mit wohlriechenden Wassern und köstlichem Riiucherwerkr ütn'' / lftetU- »k)m Wohnung, welche ein reicher Herr der berühmtene ‘ r >e IS «: Cn ® u ^ er ' n Imperia herrichtcn Hess, 8 umfasste unter anderemu nd eine Camera und ein (kleineres) Camerino mit lauter Sammetdie - r ° ca * U| id den fehlsten Bodenteppichen; im Camerino, wo sie nurv ° r nehmsten Leute empßng, waren die Wände mit lauter Goldstoff

j ^ u gler. Geschichte der Baukunst IV. S. 263 ff.

Werke/”' 6arzon i Piazza universale oder Schauplatz aller Künste und ITand-» ji ftU8 dem Italienischen übersetzt) S. 682; vergl. oben 8. 685 not. 1,

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