B-Geräth. Häusl.Einrichtg.; Span. , Frankr., Deutschi, u.s.w. (1500—1600). 861 •
Bemalung, theils, wie Sessel, Bänke, Betten, mit reichen Stoffen aus-Sestattet; in prunkvoll behandelten Zimmerdecken von cassettirtem, stellen-We ' s geschnitztem, bemaltem, vergoldetem Holzwerk, in der Folge, vor-J'egend von Stuck zu den verschiedenartigsten erhobenen Verzierungenr chgebildet, weiss mit Vergoldung abwechselnd; in Wandverkleidungenai1 Holzgetäfel, ebenfalls geschnitzt und vergoldet, von reichgewirkten® r gestickten, kostbar stoffigen Teppichen mit allerlei geschichtlichenund ni ^^' 0 ^ 0 g' sc Be n Darstellungen, mit Wappen, Sinnbildern u. a. m.,von zierlichen Malereien zwischen und über den Teppichen oder01 (später) gelegentlich anstatt der Teppiche von durchgehend aufge-lun tCn ^ c ^ e ' n ~) Teppichen, Architekturen und Perspectiven; in Bema-le g einzelner Bautheile, wie Bogenfüllungen, Wandpfeiler und Friese;
Vielfachst bildnerischer Behandlung der Kamine u. dergl., und endlich,Hol der Fussboden, in geschmackvoll geordnetem Getäfel von
z °der farbigen, zuweilen ornamentirten Fliessen, und gleichfalls kost-Teppichen. Im Verlauf der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wur-die von Raphael und unter seiner Leitung gefertigten Loggien desj. a ^ ICans vollständig für Spanien nachgebildet, als dies bereits umWa e * ,ien Handelsgenossen der Fugger in Antwerpen geschehender * n ^ 6n ^' e derlanden, wo man auch in diesemPunkte zuvör-^alt' ^ Gni ^ ranz ü sis chen UI >d hiernach, wenngleich wohl weniger nach-lichß^' ^ < m e 'g ei 'tl»ch spanischen Einfluss folgte, griff der Aufwand häus-p , er Ausstattung, mit zufolge des gerade liier allgemeiner verbreiteten1 hums, gleich in weiteren Kreisen um sich,din innerhalb der übrigen Länder, obschon sich in ihnen aller-
i>in^ S noc ^ Bis um die Mitte des Jahrhunderts, ja auch wohl darüberfoj 8 ’ die »germanische“ Darstellungsform im Allgemeinen fester erhielt,nichf 6 IÖai '’ Wenn soniit auch zunächst in Fortgestaltung dieser Form,Ost oweniger dem gleichen Zuge. In England freilich, wo man1,a htn V ° n dem alten Herkommen überhaupt kaum zu trennen vermochte,] e( j. . ea daran noch'nahezu bis gegen Abschluss dieses Zeitraumes fastHerrscherpaläste und die Sitze des höchsten Adels insofernder Antheil, als man sie, doch frühestens auch erst seit VerlaufVor Ul1 z 'S er Jahre, mischweise zumeist nach französischem und deutschemnur^j 0 ® 6 auss tattete. Wohl ziemlich dem ähnlich in Scandinavien,ländor^ 3 Inan ^' ei jedenfalls überwiegend den Deutschen und Nieder-^chst 1 nacllahmte (S- 823). Hi Deutschland selber ging darin,l Hurn ( ' ei1 Fürsten und höheren Ständen, das reicher begüterte Bürger-lich SC ^ 0U Hüb in gediegenster Weise vor, ja vereinzelt gleich anfiing-,,ni llieil selbst im Anschlüsse an die neue Geschmacksrichtung.
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gier. Geschichte der Baukunst IV. S. 298.