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H. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
So namentlich in den grösseren Reichsstädten, wie insonderheit inAugsbürg, wo sich auch in diesem Punkte vor allen die Fugger ausze 1 ® 1neten. „Welch eine Pracht“ — schrieb der Gelehrte Beatus Bhenan^an einen Freund um 1531* — „ist nicht in Anton Fuggers Haus,ist an den meisten Orten gewölbt, und mit marmornen Säulen urlstützt. Was soll ich von den weitlüufftigen und zierlichen Zimmern, ^Stuben, Sälen und dem Cabinete des Herrn selbst sagen, welches s0 ' v ^wegen des vergoldeten Gebälkes, als der übrigen Zierrathen, undnicht gemeinen Zierlichkeit seines Bettes das allerschönste ist? Es s, daran eine dem heiligen Sebastian geweihte Kapelle, mit Stühlen, ^aus dem kostbarsten Holze sehr künstlich gemacht sind. Alleszieren vortreffliche Malereien von aussen und innen. RaymundHaus ist gleichfalls köstlich und hat auf allen Seiten die angenehm*^Aussicht in Gärten. Was erzeuget Italien für Pflanzen, die nicht ^anzutreffen wären, was findet man darin für Lusthäuser, Blumen
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Bäume, Springbrunnen, die mit Erzbildern der Götter geziert sm« nfür ein prächtiges Bad ist in diesem Tbeil des Hauses. Mir g edie königlich französischen Gärten zu Blois und Tours nicht 80 . teNachdem wir in’s Haus hinaufgegangen, beobachteten wir sehr fStuben, weitläufige Säle und Zimmer, die mit Caminen, aber » u ^zierliche Weise, zusammengefügt waren, Aile Thüren geben aufeina®bis in die Mitte des Hauses, so dass man immer von einem Zim n ' cr jj
andere kommt. Hier sahen wir die trefflichsten Gemälde. Jed° c g0
mehr rührten uns, nachdem wir in’s obere Stockwerk gekomme®viele und grosse Denkmale des Alterthums, dass ich glaube, w® 11 ^
in Italien selbst nicht mehrere bei einem Manne finden. In einen* ^
mer die ehernen und gegossenen Bilder und die Münzen, i® 5 an ^- egedie steinernen, einige von kolossaler Grösse. Man erzählte ® ns > yor .Denkmale des Altcrthums seyen fast aus allen Theilen der Wenämlich aus Griechenland und Sicilien, mit grossen Kosten zlisfl g e( ,) e /gebracht. Raymund ist selbst kein ungelehrter Herr, von edler gtAuch bemerkte der doch gewiss fein gebildete Aeneas SUvtttsPaul II.) schon um die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts, » ^ vV o
man ein deutsches Gasthaus, wo man nicht aus Silber tränke y0 (idie Tische nicht mit Gold- und Silbergeschirr belastet waren , ^yre®Wien insbesondere, „dass man überall gläserne Fenster sehe, d’®^ j a ri»alle von Eisen seien, in den Zimmern die Vögel sängen und s |Cgar viel köstliches Hausgerätbe vorfindet.“ _ e"ig eC
Durchweg bei weitem einfacher, aber im Ganzen nicht w
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1 J. Scheible. Die gute alte Zeit, geschildert in histonßCu. s. w. aus W. v. Reinöhls Sammlungen. (II.) S. 685 ff.
1 J. Scheible a. a. O. 8. 656 ff.