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^gen, war es und blieb es in der Schweiz , höchstens mit Ausnahmeeinzelner Grossstädte, wie Basel , wo sich der Reichthum gleichfallsschon früh auch nach dieser Seite hin geltend machte.' Indessen selbstin Städten wie Zürich bewahrte man ein bescheideneres Maass, wasAloysius von Orelli 2 noch zwischen 1550 und 1575 rühmlich anzuer-kennen vermochte: „Wahr ist es, kein öffentliches und Privatgebäudeist nur nach einer mittelinässig guten Architectur aufgeführt, und solcheHäuser fallen schlecht in die Augen, allein die innere Reinlichkeit1,1 jedem Fleckchen dieser schlechten Häuser, selbst der Aermstcn, iste 'nc Vergütigung für das äussere ärmliche Ansehen, und wäre den italie-nischen Palästen zu wünschen, wo man sich allenthalben zu besudelnfürchten muss. Nach dem Morgengebet ist hier durchgehends in allenHäusern das Ausscheuern der Wohnzimmer, Gänge und Bänke, vor denThüren und alles Geräthes das erste Geschäft der Mägde, und wo keine8in d, der Hausfrau- selbst.“ „Die Verzierung der Zimmer ist äusserste infach und prachtlos; bei vielen reinliche Ordnung ihre ganze Zierde.Eppiche habe ich nur in zwei Häusern gesehen; diese auch kamen ausMailand . Die vornehmste Bekleidung der Gemächer ist Getäfel mitgothischem Schnitzwerk; jede einzelne Tafel hat die Form eines Portrarts,Fensters, oder etwas dergleichen, mitunter sieht man auch Figuren,Hruchtschnüre u. dgl. mit Fleiss aus Nussbaum geschnitzelt. Diese Ver-‘afelung der Wohnzimmer in vornehmen und gemeinen Häusern hat ihrenHnind in der Strenge des Winters. Aber die braune Farbe des Nuss-baum und des Firnisses auf Tannenholz macht diese Gemächer duster,w °zu die engen niederen Fenster und die geringe Höhe der Stockwerkea uch beitragen. Da an den Aussenseiten nicht auf Symmetrie gesehenWlrd i so fehlt sie auch im Innern der Häuser, da ist selten etwas ganz
^gelmässig.“ _ „Die Fussböden sind nur von einfarbigen gebrannten
oinen; wenn sie sich ausnehmen sollen, so ist auf jedem Stern eine® r| K>hte Bi UII , e oder anderc Zeichnung. Dies ist der Fall in Prunksalen;as Gehen auf diesen unebenen Zierrathen ist unangenehm. )ie o enJ, er Schlafzimmer sind fast alle mit Steinen ohne Zierrathen besetzt Die^Ussböden der Wohnstuben aber, uri. sic warm zu halten, mit Holz be-, egt ’ ganz einfach ohne die mindesten Verzierungen. Diese wurden an7" Zimmerdecken angebracht, wenn es recht stattlich aussehen soll;,e bestehen aus hölzernem Schnitzwerk mit vielfältigen Farben bemalt,, U , nd bin und wieder etwas vergoldet, oder aus massivem Gypswerkf Uck ). das Allerlei, am liebsten aber Waffen und Harnische (Trophäen)0rstel lt- An den Wänden werden Denksprüchc in grossen Charakteren
in n , k Ver 8i- die Beschreibung dieser Stadt (vom Jahre 1436 nach Acneas Sylvius)C , h ‘ ^urstisens Chronik etc. der Stadt Basel H. S. 699 fl.s - oben S. 624 not. 1.