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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
hingeschrieben und mit gemalten Blumenkränzen eingefasst.“ »Sole ieSprüche kommen bisweilen auch an die Decken, von diesen habe )C ^keine andern als lateinische gesehen, und alle mit goldenen Buchstaben.„Der strenge Winter macht Wärme nothwendig, man bedient sich dal.der grossen Oefen.“ „Ausser Portraiten und Landschaften sieht manden Zimmern selten Gemälde. Durch die Religionsveränderung wur ®alle religiöse und heiligen Bilder verdrängt. Statt dessen sind die Wan ^der Wohnstuben in mittlern und vornehmen Häusern nach alter Art mzinnernen.Trinkgefässen von allen Grössen und Formen behäng:die immer wie neu aussehen müssen.“ — „Die Geräthschaften S1auf Dauer gemacht, wenig zahlreich, viel weniger prächtig, aber oft 1,1gutem Geschmack. Für den täglichen Gebrauch sind in den Wohn&numern, längs der Wand und um einen grossen Tisch herum, langefür die Haushaltung hingestellt, wovon die oberste, für den Herrndie Frau des Hauses bestimmt, mit Tuch ausgeschlagen ist.Gesellschaft, so werden in den reicheren Häusern hölzerne Stühlegestellt, deren Sitze mit Sammet beschlagen und mit seidenen, a ’doch selten, mit silbernen und goldenen Franzen geziert sind. Wemg erReiche begnügen sich mit Stühlen, mit gefärbtem Tuch oder Leder ® asgeschlagen, oder mit Polstern darauf, von den Frauen und TöchternHaus gestickt; mit dergleichen, und etwa auch mit gestickten Tepp' 0 ^®^werden bei festlichen Anlässen die Tische bedeckt. Lehnstühledies rüstige Volk nur für Kranke oder Greise tauglich.“ — ^
Häuser haben ein grosses Kapital an einer Menge von silbernund vergoldeten Trinkgefässen, Pokalen, Schüsseln u. b ’und darunter viele von vortrefflicher Arbeit.“ „Die grossen 1
gefässe haben die Figuren von Kriegern, Pferden oder anderen ’
welche etwa der Besitzer in seinem Wappen führt. Unter den F° ^giebt es viele grosse und schwere, dass nur ein handfester Mann, wsie gefüllt sind, sie behaglich mit einer Hand halten mag.“ »Statt <■krystallenen kostbaren Gefässe von Porzellan (Faience, Majolic») _
Italiener, hat man die silbernen und vergoldeten für mancherlei Gebra ’aber sie kommen nur an festlichen Tagen zum Vorschein. An sTagen wild alles Silbergeräth an dem auffallendsten .Ort des ' jlltl ^ eSsymmetrisch aufgestellt, einem aufgerüsteten Altar nicht unähnlich,muss glänzen. Zum Gebrauch der Gäste stehen schon Becher, K a ^Schüsseln auf der Tafel; aber doch ist es so eingerichtet, dassetliche von den zur Schau gestellten Geschirren auf den Tisch geb r ‘werden, zum Beweis, dass den Besuchenden alles zu Diensten stel |f; ^^wird aber so eingerichtet, dass die Symmetrie dadurch nicht 1 C1 _
„Die Bibel in Sammet gebunden, schwer mit silbernen oder auch ^goldeten Schlössern, Platten und Figuren geziert, habe ich in ine ,r