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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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II. Das Kostüm des 16 . Jahrhunderts.

Feimlöffl und Kochlöffl die meng,

Ein Spülstandt, Pantzerfleck darbey,Schüsse) und Teller mancherley,

Pietz klein und grosB ich dir nit leug,Schwebel, Zunder und Fewerzeug,

Ein Fewerzangen, ein Ofenkruken,

Das Fewerpöklin zuhin schmuken,

Ein Tegel , Blassbalg, Ofenrohr,

Ein Ofengabel musst haben vorKyn, Span und Holz zum Fewer frisch,Ein Besen, Strohwisch und Flederwisch,Auch musst du haben im VorrathIn der Speisekammer früh und spat

Ein Aufhebschüssel, ein Zerlegteller.Nun musst auch haben in dem KellerWein und Bier, je mehr je besser,

Ein Schrotleiter, und ein Dambmesser,Ein Fassbörer muss auch da seyn,

Ein Rören und ein Kunnerlein,

Ein Stendtlein und auch etlich Kandel ,Weinschlauch und was gehört zu demHandel.

Wilt nun in die Schlaf fk am me r gehn,Ein Spannbett muss darinnen stehnMit Strohsack und ein Federbett,

Polster, Küss und ein Deckbett,

Deck, Pruntzscherb, Harnglass undBetttuch

Und auch ein Truhen oder zwu,

Darein man wol beschliessen thuGelt, Silbergeschirr und Pocaln,

Kleinat, Schewern, Porten nnd Schaln.

Hobel , HandbeihI, ein Laiter hangen,Schaufel, Hawen, Axt nutzt man gern,Ein Rechen, Schlegel und Latern.Auch Werkzeug mancherlei VorrathZum Handel selb in dein Werkstatt.

Auch musst du für dein Maid und FrawenNach einem Spinnrädlein umbschawen,Rocken, Spindel und Hespa gut,

Scher, Nadel, Ein und Fingerhut,

Ein schwarzen und ein weissen Zwirn*Markkorb, Tragkorb, Fischsack, kernihm.

Auch muss sie haben zudem WaschenLaugen, Seiffen , Holz und Aschen,Multer, Waschböck und Züberlein,Gelten und Scheffel, gross und klein,Schöpfer, Waschtisch, Wesehpleul undStangen,

Daran man dieWesch auf thut hange»-

Wenn man dann ins Bad will gu»’

Ein Krug mit Laugen muss man !>* n iBadmantel, Badhut und Haubtuch,

Beck, Pursten, Kamp, Schwammen undpruch.

Gebt dann dieFraw mit einem Kindel,

So tracht umb vierundzweinzig Windel*Ein Fürhang und ein Rumpelkess,

Weck, Käss und Obst zu dem Gefräss*Ein Kindlbett, dem Kindt ein Wiege»’

M usst habenMilch,Mäl und Kindspfa nnen ’Ein Kindsmaidt und ein Lüdelein.

Auch musst du haben ein Gwandhalter.

Auch wie man zu dem Gwand mussbrauchen

Ein Gwandbürston und ein Gwandbesen.

Kannst du solchs alles nit erschwinge 11 ’Musst in versetzten Thon du singe»-

So hab ich dir gelt ausgesundei'tDes Hausrathsstüek bis in dreyhundert,Wiewol noch viel ghört zu den Ding en »Traust du dir den zuwegen bringe»Und darzu Weib und Kind ernähre”’So magst du greiffen wol zu ehren,

- . dir.

Drumb bedenk dich wol, eB liegt an

Auch musst sunst haben in gemeinVil Hausratt in dem Hause dein,

Damit man täglich flük und besserEin Segen, Reben- und Scheitmesser,

Hammer, Negel, Maissl und Zangen, | — — - —

Die Geräthe min je für sich gewannen durch den neuenwenn auch nicht grade den Grundformen nach, doch in Betreff deizierungsweise ungemein an Abwechslung, wozu (ausserhalb Italien »]fänglich die noch lebendigere Einmischung von mancherlei germaiu sC