B. Geräth. Hausgeriith; Tafelaufsätze (1500—1600).
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'gen Darstellungen sind im Ganzen wenige verblieben, und diesech nur von geringerem Umfange. Zu den grösseren Werken der Artten die vornämlich von reichen adligen Familien sehr beliebten, so-genannten „silbernen Gesellschaften Es waren silberne Tafelschau-acke > ai | f welchen die Glieder der Familien in ihrer ritterlichen Tracht,den ® c *''^ en mit bunt emaillirten Wappen, möglichst getreu ver-1 licht waren. Im Jahre 1517 fanden sich in Regensburg bei denCn derlei kostbare Gesellschaften zu sechszehn und zwanzig Gliedernp. P dodet. 1 Einzelnes hierhergehörige, mehrentheils jedoch nur kleinere'goren, einzeln oder zu mehreren, Reiter, Thiere u. dergl. findet sich,°fi häufig auch erst aus viel späterer Zeit herriihrend, in Samm-j g en zerstreut.* Darunter das an Kunst und Kostbarkeit wohl bedeu-Sal 6 das Von B envenu t° Cellini für Franz I. gefertigte, goldene^ zfass in der Ambrasersammlung zu Wien . 8 Der Gebrauchs- oderp U ^i c !>keitszweek dieses Geräths wird durch dessen rein künstlerischenach Form und Inhalt dergestalt gleichsam aufgelöst, dassein t S0 ^ ler kaum noch in Betracht kommen kann. Es ist eben auchsich a ' e ' au ^ atz > der wesentlich nur als Schaustück diente. Auf einemu nac h oben mässig verjüngenden ovalen Unterbau von Felsgestein„ a ’’ den See- und Landthiere, Schilfpflanzen, Blumen, Früchte u. dergl.
rl| ht an dem einen Ende Neptun mit dem Dreizack, als Gottauf ■ a ^ Z s i )ent lenden) Meers, etwas nach rückwärts geneigt, die Handüber 611 - ^''Hohcn gelegt, welches das Salzgefäss bildet. Ihm gegen-erz Sltz ^’ gleichfalls etwas zurückgebogen, Cibele als die (den Pfefferß e h..p a de) fruchttragende Erde, gelehnt an einen zierlichen Tempel, das^i at,) ' Ss für den Pfeffer. Beide Gestalten sind völlig nackt, undVon a - CS ^ e b r 'ge, durchaus von feinstem Golde. Aber auch abgesehenf£g g eit ' er 80 rein künstlerischen Durchbildung; beliebte man die Salz-beh ^ ' m ^^lg eme ' nen nach wie vor als besondere Prunkstücke zukonnte 's (8 ' 473 >' 0hne dass .. es dabei’ etwa stets die Absicht seina Uch ° der auc b 8 e l an g) sie über ihren eigentlichen Zweck hinausWerk nUr * n dem a "nähernd ähnlichen Maasse zu wahrhaften Kunst-stoffen* * u gestalten, fuhr man fort sie aus den verschiedensten kostbarena ln re icher Verzierung, nunmehr der neuen Geschmacksrichtung
ltt ®gen J (n^ C g' e 'ble. Die gute alte Zeit etc. aus W. von ReinöhTs etc. Samm-
Bei- lin.^g rS l‘ Unter *nd. F. Kugler. Beschreibung der königl. Kunstkammer zua ^ ff.
^"nstwerf,' 5e8ten (Photographisch) von zwei Seiten abgebildet bei E. von Sacken.^ & f, ix j 6 ond Geräthschaften des Mittelalters in der k. k. Ambrasersammlungk ^ osführlich, mit Cellini’s eigenen Worten beschrieben in: A. Primiss er.• Ambraser Sammlung. S. 226 ff.