B. Geräth. Hausgeräth; Giessgescliirre (1500—1600).
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tungen, wie die von Thürmen, Thieren und Menschen, reitendenamen u. derg]. immer seltner in Anwendung kamen (S. 474). Nächst-em J e( foch, dass auch jene Form nun unter dem Einfluss der Renais-ance im Ganzen wie im Einzelnen, so vor allem hinsichtich des Fusses,ckels, Henkels und Ausgusses, die mannigfachst reiche Durchbildungführ, gelangte im engeren Anschluss an antike Vorbilder für denj^nfliehen Behälter oder den „Bauch“ die Gestaltung des Ei’s, ja auchUr ^ as Geschirr überhaupt die altrömische „Vasenform“ sammt der ihrei genen Verzierungsweise zu stets weitergreifender Geltung ( Fig. 325n ~}' ® ,n Unterschied zwischen den so beschafften und den altrömischenfassen äusserte sich wesentlich nur in der Ausstattung desBlicks. Zu der vielfach wechselnden rein bildnerischen Behandlungn den neueren Gefässen, welche der Antike oft bis zur Täuschung"achahmte, kam als besonderes Verzierungsmittel bei den gänzlicha dnen (von Gold, Silber oder Kupfer, rein oder vergoldet, hergestellten),aiic h schon vordem, mehrentheils stellenweise Emaillirung, bei denen? e brannter Erde (Faience, Majolica, Palissy ) die farbige Glasirungn *u. Und auch wenn man sie, wie gegen Ende des Jahrhunderts all-e, ner, von Stein, sei es von Achat, Jaspis, Porphir, Serpentin, MarmorAu er ^’’ ar * 3ei tete ! schmückte man sie doch zumeist mit Henkeln, Füssen ,gussen und allerlei Umfassungen von getriebner Metallarbeit. In derS e allerdings beliess man eben solche Gefässe auch wohl ohne der-p '£ ei) Schmuck. Indessen ward diess erst sehr spät, zuvörderst inra nkreich seit der Regierung Heinrichs IV., gebräuchlicher, mithin8 z u einer Zeit, wo schon der „Barockstyl“ um sich griff. „EineG°/Ü! ^ 3Se Von Achat in antiker Weise gebildet“ hinterliess (1599)j^ abrie le d’Estrees. —-Nebenher fertigte man, doch mindestens bis zum^ der fünfziger Jahre ausschliesslich im Venetianischen, man-eh f ^' ess S e schirre von Glas, worunter einzelne der Grundform nachw en *alls jenen Gefässen entsprechen (vergl. Fig. 333 b). Diese GefässeUnd 6 * 1 W ' e a ^ e an Gerweitigen Glasgeschirre durchweg farbig oder farblosp a d ' Venn farblos (läufiger theils in Weise des „Filigran “, von mattemsch enWer k durchzogen, oder als „millefiori“ gebildet, theils mit ange-oh ,n ^ 7neri Zierrathen von farbigem Glase ausgestattet, sonst aber fastes f . usna hme von geringem Umfange (S. 845 ff.).— Im Uebrigen bliebO* nicht aus, dass man sieh bei den Giessgeschirren auch nochEtfi d'' V ° r a ^ em ’ n Deutschland und den Niederlanden , in
Un g absonderlicher Gestalten vielfach bethätigte. 1 Indessen be-
Joa n ^ancherlei Beispiele, ausser in mehreren der genannten Werke, bes. beigesned ön y Tett er. Zeldzaamheden verzamelden uitgegeven etc. in het koper” door Ch. Onghena. Gent. 1829.