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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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875
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B. Geräth. Hausgeräth; Giess- und Trinkgeschirre ( 1500 1600 ). 875

der (Henkel-)Krüge aus. Gleichviel ob man sie von Metall oderv °n Steingut herstellte, welches letztere zumeist geschah, gestaltete manfast durchweg, ganz ihrem zwiefachen Zweck angemessen, als

Fig. 327.

Fig. 328.

er ®* n 'gung der Kannen- und Becherform (Fig. 327 a; Fig. 328), späterBild mit Hinneigung zu der Ei-Gestalt der Vase (Fig. 327 c).

n erische Verzierungen, Arabesken jeder Art, menschliche und thierischeFiguren, spielten auch hierbei eine Rolle, ausserdemaber insbesondere bestimmte oder willkürliche Wap-pen. Bei den Gefässen von Metall, gemeinhin vonKupfer, wurden sie getrieben, gelegentlich vergoldetund emaillirt (Fig. 328), bei denen von Steingutaufgelegt, mitunter auch theilweis eingepresst und(später) auch stellenweis farbig glasirt. Ueberdieserhielten auch diese Geschirre fast immer einen me-tallnen, gewöhnlich nicht minder verzierten Deckel.Nächstdem freilich fertigte man, ja anfänglich sogarmit Vorliebe, gleichfalls Krug-artige Gefässe, aberin Form unterschiedlich weiter und hoher, oft sehrschlanker Cylinder, zumeist nach oben zu leichtverjüngt (Fig. 326 b; Fig. 327 b). Doch wandteman eben auch diese Gefässe, die mit wenigen Aus-nahmen von (gelblich-) weisser Erde gebrannt undungefärbt belassen wurden, nur höchst selten zumAusschenken, sondern lediglich zum Trinken an.y er * e Trinkgefässe, ungeachtet ihrer bereits kaum zu ermessendensc 'edenheit ijach Stoff und Form (S. 475), gewannen nichts desto-