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II. Das Kostüm des 16 . Jahrhunderts.
was zum Theil darauf beruhte, dass deren lange und weite Tracht dem Zweckevorzüglich eignete. So vor allem der glockenförmig weit ausgespannte steifeReifrock, daher denn auch die Nachbildung derartig ausgestatteter Weiberweit überwiegend Verbreitung fand (Fig. 330 a. 6). Nur wenige der sogestalteten Gefässe liessen sich auf den Kopf stellen, die Mehrzahl hattekeinen besonderen Fuss, war überhaupt dazu bestimmt, jedesmal gleichausgetrunken zu werden. Noch andere Formen derselben Bestimmungwaren die von Spitzkegeln und der spitzigeren Hälfte des Ei’s. Auseiner ebenso sinnigen, als mehrentheils höchst zierlichen Vereinigungdieser beiden Gestaltungen ging eine ganz eigene Art von Becher, dieder „Credenzbecher“ hervor. Sie, fast stets von edlem Metall (vorzugs-
Fig. 330.
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weise von Silber, vergoldet) in reicher Verzierung (getriebner ArNiellirung, Emaillirung u. s. w.) hergestellt, bildeten gemeiniglich eiweibliche Armen
Gefässchen tragend, das sich um seine Queraxe bewegte (Fig-
weise von Silber, vergoldet) in reicher Verzierung (getriebnerNiellirung, Emaillirung u. s. w.) hergestellt, bildeten gemeinigl
Das Ganze diente bei der Tafel als Doppelbecher für eine Dameden ihr zugesellten Herrn. Der kleine Becher gehörte der Dame)es dem Nachbar zuvorzuthun und brauchte, da er sich schwebendwegte, nicht auf einmal geleert zu werden; das untere Gefäse?Manne gewidmet, gestattete ein Absetzen nicht.
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Verschieden von den Credenzbechern waren die sogenannten ,ikommen bestimmt um bei Versammlungen, vorübergehenden ® es *! nelJ1oder festlichen Vorkommnissen geehrte Gäste oder Fremde mit
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