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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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B. Gerätli. Hauageräth; Gefässe: Trinkgeachirre (15001600). 881

ausging. Und äusserte sich derselbe nun unter Verwendung der man-«herlei besonderen Behandlungsweisen, des millefiori, filigran, der Fär-bung, Vergoldung u. s. w. (S. 845 ff.), nicht etwa nur in einem zunehmendvie lgc8taltigeren Wechsel von Pokalen, Kelchgläsern und Schalen mitFüssen , Henkeln u. dergl., vielmehr auch, ziemlich wie in Deutschland ,in Nachbildung jedweder Gegenstände, die irgend dafür zu verwerthenwaren, wie von Köpfen, Menschen, Thieren, Pflanzen, allerlei Geräth,als Tonnen, Kanonen u. dergl. m.; je aufs unterchiedlichste verzierungs-®ässig ausgestattet. DieFiisse und Henkel vornämlich, wie auch anderweitigeAnsätze, bewegten sich oft in den seltsamsten Formen. Wo, wie ge-meiniglich bei den Scha-

Fig, 333.

schirren

len- und den Kelch- oderSpitzgläsern, der Behältereinfacher belassen ward,erhielten jene Nebentheilevorzüglich die Gestalt vonBlumen, Laubwerk, Vö-geln, Schlangen, Drachenund beliebigen Arabesken(Fig. 333 af), im Ueb-rigen aber, in der Formjede nur mögliche Durch-bildung. Ueberdies wur-den alle derartigen (aufge-schmolzenen) Zierrathen,besonders bei sonst farb-losen Gläsern, mit nurseltenen Ausnahmen un-terschiedlich abwechselnd(blau, roth und grün) ge-färbt. Von den späterausserhalb Venedigs ge-'fertigten gläsernen Ge-

J a ^rh ' ^ anc * en unter anderem in Deutschland nach der Mitte desf(j rrr| . die inzwischen daselbst beschafften meist grossen cylinder-

Fjg U r e ^ n Gedeckelten Humpen mit aufgeschmelzten farbigen Wappen,

r re Aufnahme (vergl. S. 847).und Sprüchen zunehmend güns g ^ a ^ ence bewegten sich hin

Die Trinkgefässe von Majohca ^ votl blossemSteingut

sichtlich der Formengebung, ähnlich g ie umfassten im Allgemeinen

0-848«.), in bei weitem engeren Grenzen. ^ Gestalt de s Bechers und

eben nur massigen Wechsel ^ l8cn ® mU Beifügung von kleinener mi t Fuss versehenen Schale, sogaT

Kostümkunde. III.

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