B. Geräth. Hausgeräth; Zimmermöbel: Kunstschränke (1500—1600). 895
ßt-thätigung aller Handwerke und Kleinkünste nur vorwiegend in Italien kostbaren Steinen, Steinmosaiken, Pcrlmutterschnittcn und Miniatur-malereien, in den Niederlanden mit freien Figürchen, erhobenen Darstel-n gen und eingelegten Verzierungen von Elfenbein, und in Frankreich ,Wle auc h >n Deutschland, mit Elfenbein, aufgesetzter Silberarbeit u. A.aus gestattet wurden. Indessen erreichten diese Schränke ihre glanzvollstehtchbiklung sowohl äusserlich, in Nachahmung der gerade herrschenden
Ano i 6n ^ ormcn i auch insbesondere hinsichtlich der künstlichenrdnung im Innern und dessen Ausstattung mit den mannigfachstengenständen der Kleinkünste, eigentlich erst in den neunziger Jahrenzu Anfang des siebzehnten Jahrhunderts 1 (vergl. Fig. 341).j verschieden von Allen dem war die Beschaffenheit der „Toi-
Diese bildete, noch ganz dem Wortlaute gemäss, ein einfaches( thoille; tolle ) oder ein aus einem Tuch gefertigtes Säckchen, ge-und n IC ^ V ° n z * er ^ c ^ er Arbeit, welches alles das barg, was zur Nachtzeitzum (Morgen-) Anputz erfordert ward. Die Toilette der Gabrielle„ 3 (um 1599 ) bestand in einem kleinen Nachtkoffer (coffre de
^ ' Von Goldstickerei, inwendig mit Atlas gedoppelt, enthaltend eineette von Goldstoff in ebensolcher Stickerei und einen Nächtsackv on c°’ "' e ^‘ e von Goldstoff mit Franzen und Spitzen, und
mit r aStCn fioiipes) umgeben. Die thoillette und der sac ausgedoppeltAtlas von Brügge .“
ßett verblieb in allen Fällen, wo es mit zur Schau kommen^hieV C ' n ^ ai, l Jt gegenstand des Aufwands (S. 488). So, als Prachtbett,fast GS ’ S * a ^ eines von der Decke herabhängenden Baldachins, nunsein e °^ ne ^ llsna ^ mc eine von vier Eckstützen getragene Bedachung, undmiM StClle m,r noc ^ se ^ r se ^ en e ' ner Ecke des Zimmers, sondernan • em K °P^ule gegen die Mitte der Wand (Fig. 342). Das Ilolzwerkent falt^ ^ eSS ^ num mehr eine reichere Behandlung zu, jedoch
urchit T S ' C ^ ^ asse *^ e unter Ber neuen Geschmacksrichtung nicht alleinw ech Y° n -h C r, vielmehr auch innerhalb dieser Form cigenheitlicliand Die Bettstatt oder der Bettkasten, jetzt vorwiegend flacher
w Ur( | am Kopfende mit einer hohen, bisweilen durchgehenden Wand,di e Qj.^ eraein 'SBch der Länge nach 'ringsum gleichartig gegliedert, undje mit* 6 -^ °^ Cr ® ta be, ^ e ' zum Theil schwungvoller Gesammtprolilirung,fyphen 6 p ein w ' cc lerkchrenden Zierrath (Zahnschnitten, Eierstäben, Trig-seiten • Palraetten u. dgl.) bedeckt; jede der vier Eckkanten (oben) nichttheil s ^ ^ esta ^ eines Kopfs, einer Harpye u. a., jeder Fuss theils ebenso,sonstiger Ornamentform, und die fast immer giebelförmig ab-
a 5* °r ben S ‘ 839 ’ Note 1 -
e Laborde. Notice des emaux etc. II S. 510.