B- Geriith. Hauageräth; Zimmermöbel: Betten, Wiegen u.s.w. (1500—1600). 397
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^hebendem, der Länge nach vielfach gegliedertem, profilirtem Leisten-! Verk eingeschnittenen Ornamenten; die Bedachung selbst unterhalb,^'olich wie die Zimmerdecken, gefeldert und sonst reich behandelt (S. 837):p Ies ^bes gewöhnlich von Nussbaumholz, jedoch auch, bei ausnehmender^ acht, von Cedern -, Rosen- oder Ebenholz, und überdies stellenweis^oldet, bemalt, mit Einlage von Elfenbein, Metallwerk u. dergl. ge-p,, tnuckt; dazu die stoffige Ausstattung: Die des Gestells durch Vor-/ U1 * e Un d die des Bettzeugs durch Bezüge, Ueberdecken u. dergl., die^Übereinstimmung zimi Ganzen den äussersten Grad des Luxus er-^ te. Nicht allein dass hierfür, wie seither, die kostbarsten Stoffe inSendung kamen, welche eben der Handel darbot, liessen die Vor-»nen solche nun häufiger erst nach eigenen Zeichnungen von bewährternsfcl er ] )aiu | fertigen, wobei sie für die Zeichnungen nicht immer dieDiit 6rSten Darstellungen wählten; auch begnügten sie sich nicht mehrnur einmaliger Bedeckung, sondern verdoppelten die Bezüge und... st auc h .die Vorhänge. In Italien , wo man auch darin voranging,
. en bereits im Verlauf der ersten Hälfte des Jahrhunderts zu einemeren, vollständigen Bette 1 nicht weniger als „vier Matratzen von2 mwoUe ’ bedeckt mit zarten in Seide und Gold gestickten Linnen-p ' en, i eine Decke von Carmesinatlas, mit Goldfäden bestickt und vonp.. , cn aingeben, aus Carmesinseide und Goldfäden gemischt; vierbehandelte Kissen, und ringsum Vorhänge von Flor in Gold, ve]c) ^esin (?) gestreift.“ lieber den ausnehmenden Aufwand, bis zusich man si( -b in Frankreich auch in diesem Funkte verstieg, liess
beb ^ ”^ e ^ es Hermaphroditen (um 1589) iu ihrer Weise also ver-? n: »Wir erwarten, dass Jeder an seinem Bette einen zwiefachenist- lmn>(d bat, dass davon der untere nicht minder reich als der obereOv'iü * r Wo ^ en dass der Sclunuck ( Vlmtoire ) den Metamorphosen des’ dcn ^ «Wandlungen der Götter und Aehnlichem entnommen sei.fehlen * de ’^ebt würdig ist eine so kostbare Sache zu tragen, be-an(le re ' Vll j dass luiter den Betten einige reiche Kairo ’sche ( cairin ) oderdas p ^ t ‘ ckere ’ ei) von Seide ausgebreitet werden;“ — ausserdem überseh,^. 6 des ^bnigs: „Dies Bett war wohl eines von den reichst ge-(ui|. .| C en > als man irgend erschauen konnte. Denn die Himmeldecke\ Gold ia ^ War in Vierecke getheiit, deren Grund von Silberstoff mit indie ^ e * de er hobneu Darstellungen aus der Geschichte der (u. s. w.);u z en von Gold leicht erhoben verziert, und der Betthimmel ge-
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^° T ella j|T 1 e r. Geschichte der Baukunst IV. S. 264 nach Matieo Bandello.
Paris 15 ’ Bandello , geb. 1480, gest. 1562. Seine Novellen erschienenWankf „ -.f in 4 Bden. and wurden ins Deutsche übersetzt von V. Adrian.
K *818. 3 Bde.)
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KostSmkunde. in.