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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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909
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B- Geriith. Spielgeräthe; Musikinstr.: Orgel u. s. w. (15001600). 909

Begonnenen Ergebnisse handeln. Es betraf mithin im Grunde bei allen**stiumonten, ohne eben eine merkliche Aenderung ihrer Hauptformenj-u bedingen, fast lediglich eine gesetzmässige Vennannigfaehung jhres*nlängs und eine damit zusanimenstiinmende Veredlung im Stoff undSe »ier Behandlung. Doch auch selbst dies vollzog sich keineswegs raschj*°eli etwa überall gleichzeitig, sondern gelangte erst, nachdem cs inner-. ^ er verschiedenen Länder je von Einzelnen, hier früher dort später,"Bt Eifer gefördert worden war, nach der Mitte des Jahrhunderts zu,^lrchgängigerer Gleichmässigkeit und allgemeinerer Nachachtung.e utschland zeichnete sich, wie auf so vielen Gebieten, auch hierinam frühesten aus. Nächstdem Italien und Frankreich , wo dieWertiger von Musikinstrumenten durch Heinrich III. mancherlei Pri-sen und eigene Statuten erhielten, sich überhaupt, so in Paris umzu Körperschaften gliederten. Nicht vor der Mitte des Jahr-Hderts, doch von da an allerdings ward auch fast jedes Instrument,,In d so nun freilich auch nicht ohne Wechsel der Gestaltung im Einzel-len > sowie der Sonderbenennungen, systematisch zu einer grossen,^ständigen Familie vervielfältigt, dergestalt, dass jede Familie fürzu einem geschlossenen Tonspiele, die der Flöte, Violine, Hautboisk' J e ausschliesslich zu einem vollständigen (Flöten-, Violinen-, Haut-ls " u. s. w.) Conzerte ausreichte.

V Die 0 r g e 1 vor allem ward in rascherem Verfolg ihrer letzlichenerbesserungen (S. 494) bedeutend vervollkommt. Zu der handlicherenStatur und dem Pedal, was seit 1495 auch in Deutschland , hiery Von dein Orgelbauer Conrad Rotenberg angewendet, allgemeinee rbreitung fand, kam die Erfindung derRegister, vermittelst welcher7 er st gelangdie einzelnen Pfeifenwerke durch Trennung des Wind-usses vermöge der Spring- und der Schleiflade abzutheilen und inse)n° nderte ^ ®e* s ter zu verweisen, mithin die Stimmen beliebig zu wecli-]( -ZU re ®^ n un( i a ^ s Chorton festzustellen. Und hieraus ergaben sich

t'nd " l ? fac ' 1 aT >dere Verbesserungen sowohl rücksichtlich einer ErweiterungI, feineren Schattirung der Töne, sowie auch in Betreff des Gebläses,j a ^ Ut?merer Handhabung u. s. f.Als die Fugger in Augsburg imeine^n^ 12' lre Prächtige Kapelle bei St. Anna stifteten, bauten sie auchWerk ^ are ' n - Her Baumeister hiess Jhan von Doubraw. Dastr eff|" j Wai ^' r ^ ese Seiten prächtig, und ist noch jetzt 1 wegen des vor-v °rzi} C i- Gn r ^ 0ns *' oc ii z uschätzen/ f Nächst jenem Doubraw galten alsl,I *d geschickte Orgelbauer ebenfalls in Augsburg (zwischen 1560°0) Joseph Faber , Samuel Biedermann und Eusebius Ammer-

1 Tj

G W hi 2, n79 > wo Paul von Stetten (Kunst-, Gewerbs- und Handwerks-e e *e. S. 159) die Bemerkung niederschrieb.