910
II. Das Kostüm des 16 . Jahrhunderts.
Fig. .346.
, ' n ^ “ rn berg aber lange bevor 1 Ilurckhard, (gest. nach 1500),^L% er ^ ^V,de Gesellen Hnd Lehrjungen hielt“, und Georg Fella (nach54o), der in langer Uebung und verständig ist, die Positiven und Be-ga en mit lieblichen und Posaunenstimmen zu machen.“ Mit zu Meisternim Orgelspiel zählten insbesondere die beiden Gabrieli zu Venedig ,
Organisten an St. Marco. Mehreredieser V erbesserungen kamen dennauch wiederum den kleineren(Zimmer-) Orgelwerken und, soweites eben thunlieh war, auch den Trage-Orgeln zu Gute. Sie insgesammt,doch hauptsächlich die ersteren, er-fuhren überdies vielfachen Wechseltheils in Anordnung der Pfeifen, dieim Ganzen oder zu Gruppen gegliC'dert, bisweilen selbt in eng-spiralför-mig aufsteigender Windung geschah, 2theils in der verzierenden Ausstat-tung. An den grossen, feststehendenKireh en-Orgeln erweiterte sieh diemeist hölzerne Umfassung zu einemförmlichen „Orgelgehäuse“ von zu-
nehmend reicherer Holzschnitzerei, Vergoldung, Bemalung u. s. w., je
nach
... » VI gUIUUHg, HeiimUlllg U. »•
Verbreitung der Renaissance ihrer Formengebung folgend (Fig. 346)'Die verschiedenen Blasinstrumente erhielten sich, je sich eig eI1 ®entfaltend, in herkömmlicher Bedeutung. Unter den Flöten blieb,aller Verraannigfaehung die sie fortgesetzt in Anbetracht der AusdehnungZahl der Schalllöcher, Einrichtung der Klappen u. dergl. erfuhren,lange dreilöchrige Flöte sehr beliebt, welche gelegentlich, ”Beibehalt eines mittleren, runden oder viereckigen Schallkörpers, biszwei Fuss Länge und dem entsprechendem Durchmesser erweitert " aAuch die sechslöchrige „Schäferpfeife“ ( flageolet ,), nicht minder„Querpfeife“ behaupteten sich, zum Theil selbst in einfachster iwährend die neun löchrige Flöte nun zu einem grossen System er''wobei dann abermals die Vereinigung von zwei unterschiedlichen K _die Doppel flöte, eine Rolle zu spielen begann. Zu ähnlichem ^fange gliederten sich die Ableitungen aus der „Schalmei“ oder
1 J. Neudürffers Nachrichten etc. S. 52. j e ; c lit
5 Zwei derartig erfundene Entwürfe in sorgfältiger Federzeichnung,angetuscht, von Peter Flötner vom Jahre 1527, besitzt das kgl. h u P ^ YO nCabinet zu Berlin . Eine genaue Abbildung eines dieser Entwürfe s. b eIHefner-Alteneck. Geriithe u. s. w. des christl. Mittelalters I. Taf-