B. Geräth. Spielgeräthe; Musikinstr.: Blasinstrumente (1500—1600). 9H
»Hautbois “, die, gleichfalls in Grösse, Zahl der Oeffnungen, Anordnung^ er Klappen, Mundstücke u. s. w., eine nach bestimmten GrundtönenS e regeltere Theilung und Gestaltung gewannen. Um 1539 gelang es einemnester zu Pa via, Afranio, zwei beträchtlich grosse Köhren zu einemautbois von zwar bedeutender Schwere, jedoch sehr angenehmemla nge zu verbinden, woraus sich alsbald andere Instrumente ergaben,l| nter welchen sich das von dem „Pfeiffenmacher und Stadtpfeiffer“ Sig-Wund Schnitzer (gest. 1578) in Nürnberg erfundene ausgedehnte „Fa-j= ot “ oder „Basson “ durch klare Yolltönigkeit auszeichnete. Nebenhera tnen auch einfache gebogene Hautbois oder „Krumbhörner“, ge-H'emiglieh mit sechs Löchern und einem Daumenloche auf, die sich dennÜ’Hit minder zu weiterer Durchbildung eigneten. Sie erhielten mehren-eds in Art der älteren „ cornemusa statt eines besonderen Mundstücks, ® r doch dicht unterhalb eines solchen, einen kleinen sackähnlichenq ln dbebälter, und setzten so, als „P Ja terspiel “, gewissermassen die* Ul >dlorm des (doppelröhrigen) „ehorus“ und der „saccomusa“ oder” ackpfeife“ fort, welche letztere, in vierfacher Gestaltung, zugleichder alten syrinx, der „Pansflöte“, wesentlich nur noch dem Volke® r blieb, w’o beides zu Hauptinstrumenten wandernder Musiker, Bänkel-^ger und Bettler ward. Die kleinsten der Ilautbois-ähnlichen Pfeifen’®ssen ,,courtaut“ und „cervelas“ , in Deutschland „Racketten.“ —eic "ttiässig wurden die Blechinstrumente, die Hörner, TrompetenS ‘ ^ systematischer vervielfältigt , ganz abgesehen von den für sichsic^ len< ^ en ’ mechanischen Trompetenwerken, deren Beschaffungk Einzelne vorzüglich angelegen sein Hessen . 1 Neben den „Zin-
ßieh ' We ^ c ^ e a ^ s ein niass, g gebogenes, sich erweiterndes Rohr mitkn re . reu Schalllöchern und einer Oeffnung für den Daumen, ziemlich„ eran( ^ er t fortbestanden, bildeten sich die Trompeten, ausser in ihrerknd* e " ^ esta l tun g> und die eigentlichen Hörner, je in Grösse, Umfanglieh Illanc l ier l e i Windung, Krümmung, selbst Sförmig, sehr vcrschiedent-bev aUS »l >osaune ( sanquebute, trombone u. a.“) hauptsächlich,
Hert* 111 s * c ^' gleich zu Anfang des Jahrhunderts in weiterem zu entfalten,kürz °'^ e ^ an ^ en aus der g rosscn i langrohrigen Trompete durch zweimaligesta]t e ®' e gung des Rohrs zu drei geraden gleichlaufenden Schenkeln, ge-^elvop 611 S ' C ^ ^* ese iu Länge und Anordnung der Krümme höchst wech-z k th '• ^ a8 ^ enn zugleich dahin führte sie in mehrere Arme, zerlegbar,läng 61 6n un d (gegen den Schluss des Jahrhunderts) zu beliebiger Ver-n g> zum Aus- und ZuTückziehen einzurichten. Im Uebrigen kam
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der 6r 8i' über einige noch vorhandene, sehr zierliche und kunstvolle WerkeAnd - A - Priniisser. Die k. k. Ambrasersammlung etc. S. 204 ff.r Blaseinstrumente bes. S. 217 ff.