B. Gerätli. Spielgeräthe; Mu 6 ikinstrum : Saiteninstr. (1500—1600). 9)3
u berhaupt, einzelne der älteren Instrumente als untüchtig erwiesen und®°®it theils durch andere ersetzt, verschwanden, theils lediglich wie diec pfeife y. a . im niederen Musikantenthum eine nur dürftige Fortdauer18 eten. Einem solchen Schicksale erlagen bis gegen die Mitte desJahr-erts die meist überlangen obeliskenformigen Behälter mit ihrer sicher die ganze Länge erstreckenden ein-, zwei- und dreisaitigen Bespan-die^-^' * n Deutschland sogenannten „Trummscheidte,“
S| ch schliesslich eben nur noch in einzelnen Klöstern erhielten, sonster z u einem gewöhnlichen Strassen-Instrumente der Bettel- und Bän-^Spieler herabsanken. Aber auch das viel besaitete „Psalterium,“s .^^ re h-) Leier und selbst die Harfe entgingen dem nicht, obschonWohl die Harfe und das Psalterium immerhin noch bis in die acht-rer Jahre einiges in Ehren behaupteten. Die Leier folgte dem „Trumm-
t ei( tt“ sehr bald nach; das „Psalterium,“ zu seiner anfänglichen Gestal-S eines dreieckigen und rechtwinkligen oder trapezförmigen viereckigen,en Kastens (ohne einbiegende Seitenausschnitte) zurückkehrend (vgl.'g-äl d), bildete sich zum „Hackbrette“ oder „ Cymbäl “ aus, und gab so°hn eian ' assi, ng zur Erfindung des Claviers; l dieHarfe indessen wurde,y , e Inzw ischen ihre Formen (als höchstens in der Besaitung) wesentlich zuq. . err b hauptsächlich von der (italienischen) Laute und der (spanischen)Jal 1 v. ar re ^gemeiner verdrängt. Beide Instrumente, gleich seit Beginn desg . un derts von allen Ständen aufgenommen und, als zu Liebeleien, wie zulej p nten Abenteuern besonders geeignet, vorniimlich von der Jugend beider-Ver 2 eSChlechts m ' t Vorliebe gepflegt, gestalteten sich demnach auch in Betrefffa^t Ieretl ^ er Austastung gleich zu einem Prachtinstrument. Von vornhereindie * n den ihnen noch gegenwärtig eigenen Formen, zeichnete sich
q. , ja ote durch einen Bezug von vierzehn Doppel-Saiten (chor), died(;n ltarr e durch nur vier Saiten aus, die man beliebig unmittelbar mita Fingern oder nach altherkömmmliclier Weise mit einer Feder, dem' c trum,“ spielte. Die Laute verblieb, als vorwiegend höfisches In-ta Cn ^ ^ as I'itsrument der vornehmeren Stände, da hingegen die eili-ge* e v °n der zwar weniger vornehmen aber nicht minder lebenslusti-ios Ugcnc1, VOn Schülern, Studenten u. s. w., sowie auch von dem sorg-v °llk ^ a " antent h l, ni, zu ihrem Gemeingut gestempelt ward. Für denein 0mmn( - n Gebrauch der Laute erschien schon um 1509 in Venedig te«/'^ neS Lehrbuch, und nur wenige Jahrzehnte später schrieb Bona-diese^ ^ es P^rrierres, Hofdiehter der Margarethe von ISavarra, fürte rn ” man ivre de bien et justement entoucher les lucs et les gui-es ’ Wfts ) nach dem Ableben des Verfassers gedruckt, vielfältig Ver-* ■ 1
einst fj i ,t !.. VOrzü !?f‘ch reich ausgestattetes Clavier vom Jahre 1580, vermutiilichInstrutt, lc b es Eigenthum, besitzt unter zahlreich anderen höchst interessantenyf ° n ^ en dieser Zeit das „germanische Museum“ in Nürnberg .lB8 > Kostümkundc. III. 58