Buch 
3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
Entstehung
Seite
915
JPEG-Download
 

B. Geräth. Transportmittel; Fuhrwerke u. s. w. (15001600). 915

sen (S. 771), unterlag, waren es hauptsächlich die Wägen, 1 woran sichfortschrittsmässige Wandlung vollzog. In Betreff der Personcn-ä gen blieb dies indessen vorerst wesentlich auf Frankreich ' be-schränkt und äusserte sich, ausser in der Gesammtfassung, auch eigent-*cn uu r j n allgemeinerer, zweckgemässerer Verwendung des Riemenge-an ges (S. 498) und einigen wenigen, theils dadurch mit veranlasstenSonderheiten. Diese Neuerungen, auch an sich noch ziemlich einfach,estanden darin, dass man auf beiden Achsen zunächst der (vier) RäderJe einen etwas nach auswärts gebogenen Balken aufrecht einsetzte, überle Enden jedes auf den Langseiten befindlichen Balkenpaars einen Star-en Riemen im Bogen zog, und auf dem so gebildeten Doppelriemen den'^enkasten befestigte; ferner, dass man am Kasten selber, unter Bei-enalt seiner Ueberdeckung in Art eines flachen oder gewölbtenPlansverhängbaren Seitenöffnungen, die Thüren, mithin auch den Trittf att hinterwärts), zwischen den Rädern anbrachte, und demnach auche Sitze nicht mehr der Länge, sondern nun durchgängig der Breite nachan °rdnete. Jedoch kam auch Alles dies, so einfach es war, einstweilen*|°ch fa s t lediglich, zufolge der sehr üblen Beschaffenheit der Heerstrassen,en Reise wägen zu Gute, während es mit den übrigen Fuhrwerken,nur sehr vereinzelten Ausnahmen fürstlicher Prunkwägen, bis in diefreite Hälfte des Jahrhunderts ziemlich beim Alten verblieb; am längstendie^ 11 scan( ^* nav * sc ^ en Däncte und in Deutschland , wo siche alte Bauart auch an Reisewägen und sogar an Jagdwägen, die dochl^iss auf holprige Wege gefasst sein mussten, bis über die achtzigerre hin fortsetzte (Fig. 347). Noch immer pflegten, was denn einerasc here Vervollkommnung der Wägen zumeist hemmte, vornehmere Da-? len in Sänften und die Männer meist zu Pferd zu reisen; letztere über-aa Pt, wo es galt, zu Ross zu erscheinen. In Deutschland vor allemar ea und blieb es noch länger sogar üblich, dass die Rathsherrn zuathe ritten, und daher an den Treppen der Rathhäuser, um ihnen dass itzen zu erleichtern, eigene Trittsteine anzumauern. Dazu kam dass

(p, eni verteutscht vnd vertirt. Strass bürg, Durch Bernhart Jobin. Anno 1590u 0 bi U r6a Ton Tobias Stimmer ). Cosinus Med. Magn. Etruriae Dux cumhssin 1 88lmUa art ificium omne genus operibus vrbem, et aulam suam magnificen-in Uen f ®*ornassed: regias etiam etc. etc. Valete Johannis Stradensis Flandriusdag b'- .hilippus Galle scnlp: et exud; 1587 q. Fol, (Von diesem "Werk besitztpl ar \ ° ai Sh Kupferstichcabinet in Berlin ein gleichzeitig trefflich colorirtes Exem-1 ~) a8s erdem Vereinzeltes in Theurdank (1517), Weiss Kunig u. A. m.A. B . er 8 *' P. Vogel. Geschichte der denkwürdigsten Erfindungen IV. S. 262 ff.Dictio», 1 '. 6 P 8 °K Chronik der Feuerarbeiter S. 36 ff.; bes. Violett-Le-Duc.des f m nire ra ' aonn ö du mobilier franqais S. 61 ff.; M. De Laborde. Noticerogjg , aux D. S. 208; dazu im Allgem. D. Ramie. Histoire des chars, car-avee 20 grav. Paris 1856.