B. Gerätli. Transportmittel; Schlitten (1500—1G00).
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Vler ® c ken. An den Seiten befanden sich Sonne, Mond, Sterne und Va~
® en mit Nesselblättern, dem Wappen von Holstein, abwechselnd von Sil-er U1 'd vergoldet., Das Innere mit Goldbrokat altsgeschlagen. Ueber-ähpt spielten von vornherein kostbare Bezüge des Gehäuses, der Sitze,jssen und Polster, Ueberdecken der Tritte, Behänge der Pferde undr ®*ch mit Beschlägen u. s. w. ausgestattetes Zaumzeug ihre Bolle fort,.eurerseits war bis gegen die Mitte des Jahrhunderts auch üblich fürei hzelne, ausnahmsfällige Vorkommnisse eine ganz besondere Austattungw ählen, wie denn der Wagen, in welchem der gefangene Herzog Jo-otin Friedrich von Gotha (um 1566‘) abgeführt wurde, durchaus schwarzw z °§ en und mit vier Schimmeln mit rothgefärbten Schwänzen bespannt
Nächstdem, dass sich auch die zur Beförderung von Personen be-stimmten zweirädrigen Wägen, welche jedoch bis gegen den Schlusseä Jahrhunderts nur äusserst selten Anwendung fanden, im Anschluss311 ^* e Eortgestaltung der Kutschen einiges vervollkommneten, gewannen,n Jen nördlicheren Ländern auch die Schlitten, als Winterfuhrwerke,n Zweckmässigkeit und Schmuck. Entstanden aus der seit Alters ge-schlichen, einfachen „Schleife“ durch Hinzufügung eines (Sitz-)Kastens,°J er vermittelst (vier) Stützen befestigt, erhielten sie alsbaldkj® form, die ihnen gegenwärtig eignet. 2 Gleich anfänglich oder dochj Zu den zwanziger Jahren mit einem Hintersitz (Pritsche) für denSei 61 Unt ^ vorn > ? um Schutze gegen den vom Gespann aufgeworfenenm ee, mit einer hochgehenden Platte, folgte ihre verzierende Ausstattung,der^ ^ ervven J url & von Schnitzerei, Malerei, Vergoldung u. s. w. (beson-für die Platte), im Ganzen der Ansstattungsweise der Wägen. Je-ten * ^ C ^ ess ffian J' e Schlitten, höchstens mit Ausnahme von Beiseschlit-der' ^ en °* ,ne Verdeck, wandte aber um so häutiger zum UeberbreitenSitze, sowie auch zur Bedeckung der Insassen, derbe Teppiche undauf WCr k an ‘ ■^ uc ü beschränkte sich ihr Gespann fast durchweg nurVon 6111 ^ erc *> J as denn gewöhnlich zwischen eine „Schere,“ welche sicherst ^ ussense ^ en der Schleife aufwärts bis zur Brust erstreckte, vor,-th u 110 ^ 1 vcrm 'ttelst eines einfachen „Kiimmtzeugs,“ später aber mehren-^ ai 8 vermittelst eines sehr ausgebildeten ltiemengehänges eingeschirrt‘ An diesem Geschirr entfaltete sich eigener Prunk. Solcher bestandvornherein, ausser in Färbung und drgl., in einem dichten Besatz
2 Geschichte des Herzogthums Gotha I. S. 215.
den, 0 , bedungen von Schlitten aus der ersten Hälfte des Jahrhunderts s. in^achb'la* 1 Kote 1) bezeichneten Werke von M. Schwarz (davon eine
^ zweitgj, vr~^ * n d® c nGallerie altdeutscher Trachten“ u. s. w. Taf. 23), aus derJungen des Jahrhunderts in: Kunst- und Lehrbüchlein für die anfahenden