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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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927
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B. Gerätk. Kriegsgeräth; Geschütze u. s. w. (15001600). 927

auch währet es eine gute Weile bis alle Rohre losgehen. Und zu demAllen kamen noch mehrere kleinere Geschütze, als Kammerbüchsenzwischen 2 und 27-2 Fuss lang, an welchen die Ladung eingeschraubtWa rd, mithinHinterlader waren; dasScharpffentin oder scharfenTindlein zwischen 6 und 7 Fuss, zu halbpfündigen Bleikugeln, und»Doppeihacken" oder Hackenbüchsen

In engster Verbindung mit der Vervollkommnung der Röhren gewannUlc ht minder die Gesammtgestaltung an Zweckmässigkeit, Fort-bauend auf dem, was gerade in diesem Punkte bereits Maximilian 1.w,t klich bedeutendes geleistet hatte, wurde für jede Geschützart um soe ber üi e ihrer jeweiligen Beschaffenheit und Bestimmung zumeist ange-sessene Einrichtung gefunden. Die Langgeschiitze erhielten nun fastohne Ausnahme getheilte Laffetten mit wohlangeordnetem Räderpaar, ja18 zu i' Mitte des Jahrhunderts im Ganzen selbst schon von so zweck-fSprechender Gestaltung, dass sich diese mit nur geringen Wandlungenllü Einzelnen sogar bis in die neueste Zeit (bis zur Einführung der Zünd-^adelgeschütze) fortsetzte . 1 Nur wie es die noch immer vorwiegendeonwere der Röhren, insbesondere des Belagerungsgeschützes erforderte,^aren die Untergestelle ( Affüten ) sowohl im Ilolzwerk, als auch in ihrerestigung du reih Eisenheschhige u. dergl. mehrentheils plump und unbe-ien. Bi e Räder, meist von ausserordentlicher Stärke, wurden, ausserer halb desKranzes, in ganzer Rundung (zwischen den Speichen)Z | Crn lich dicht mit starken Reifen umlegt, je von der Nabe aus durcheiSeine Stangen oder straffe Ketten mit den (Aussen-) Seiten der Laffette^blinden, und diese selber ausser mit den mancherlei nothwendigena ckcn, Ringen und Eisenwerk zur Bespannung u. s. w., auf und längsf 11 Schmalseiten über und über mit Eisenschienen benagelt. Auch da-langte man noch nicht mit der Laffette ein eigenes, einzu-cri( les Rädergespann nebst Sitz und Protzkasten darauf, zu verbinden,8 eich man das schon unter Maximilian I. benützte hintere Räder-^tell mit Bespannwerk (Fig. 348) für einzelne Fälle, als Beförderungs-^ anwandte, und als solches selbst vervollkommte. Die Vorrichtungfielen und Stellen vereinfachte sich, indem man unter AnwendungSch mZW ' Sc ^ en erfundenenRichtwinkels oderRichtvisirs mindestensj. e ° n se *I den vierziger Jahren, sich auf die Unterschiebkeile beschrän-a uf \ ^ e " sons f hinterwärts angebrachten Doppelbüge] (S. 922) fast gänzlichEauff ^ nz '8 an den grossen Stand- und Wurfgeschützen, den Mörsern,m a ,j ' lltzen u. a., setzte sich diese Einrichtung, doch auch nicht ohnee Verbesserung fort. Im Uebrigen verhielt es sich auch mit diesen

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Hete n * ns besondere die Abbildgn. in dem ol

erke von Reinhard d. *ü., Grave zu Sol

oben (S. 921) näher bezeich-di8.